Mutmaßlicher Mörder von Maria L. in Klinik eingeliefert

Der mutmaßliche Mörder von Maria L. soll sich nicht mehr in der JVA Freiburg befinden. Der 17-Jährige, der die 19-jährige Studentin im Oktober vergewaltigt und umgebracht haben soll, soll in das Gefängniskrankenhaus Hohenasperg eingeliefert worden sein, in dem er rund um die Uhr bewacht werden soll.

Das berichtet die “Bild”-Zeitung. Hintergrund der Verlegung sei, dass der Verdächtige in Untersuchungshaft Andeutungen gemacht habe, dass er sich etwas antun würde.

Die Staatsanwaltschaft Freiburg wollte die Maßnahme auf Nachfrage von FOCUS Online nicht bestätigen. Es würden keine Informationen zu Untersuchungsgefangenen preisgegeben, sagte ein Sprecher.

Anwältin erkannte Verdächtigen wieder

Erst am Dienstag war bekannt geworden, dass der junge Flüchtling aus Afghanistan, bereits vor knapp drei Jahren in Griechenland ein Gewaltverbrechen an einer jungen Frau verübt haben soll. Die Polizei hatte erklärt, sie prüfe Hinweise, wonach der Flüchtling die Tat auf der Insel Korfu begangen haben soll.

Eine griechische Anwältin will den Verhafteten wiedererkannt haben. “Ja, das ist der junge Mann, den ich 2013 verteidigt habe. Ich habe keine Zweifel”, sagte die Rechtsanwältin Maria-Eleni Nikopoulou am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Alter wird überprüft

Der Spur nach Griechenland werde große Bedeutung zugemessen, sagte eine Sprecherin der Polizei. Sie sei entscheidend für die weiteren Ermittlungen sowie für die juristische Bewertung, hieß es bei der Staatsanwaltschaft. Der Kontakt nach Griechenland laufe über das Bundeskriminalamt (BKA).

Der Afghane war als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling im Jahr 2015 nach Deutschland gekommen. Seit seiner Festnahme Anfang Dezember saß er in Untersuchungshaft. Ob er wirklich 17 Jahre alt ist, wird überprüft.

 

Quelle: Focus

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