Alle vier Tatverdächtigen festgenommen!

Aufatmen an der italienischen Adria: Nach den beiden brutalen Vergewaltigungen in Rimini wurden inzwischen alle vier Tatverdächtigen geschnappt!

Drei, unter ihnen zwei Brüder, sind minderjährig, waren bereits am Wochenende festgenommen worden. Der mutmaßliche Anführer der Gruppe, Guerlin B. (20), wurde am frühen Sonntag in einem Zug gefasst. Der Asylbewerber aus dem Kongo wollte nach Frankreich fliehen. Bei seiner Festnahme trug Guerlin B. ein Messer bei sich.

Doppelvergewaltigung in Touristenhochburg

Den Männern werden gleich zwei brutale Sex-Überfälle am 26. August vorgeworfen:

► Zuerst überfielen sie ein Paar aus Lódź (Polen), das die letzten Stunden seines Urlaubs bei einem Spaziergang am frühen Samstagmorgen an einem abgelegenen Strandabschnitt genießen wollte. Dort stellten sich die vier Männer dem Paar entgegen, vergewaltigten die Frau mehrfach, warfen sie anschließend ins Meer. Ihren Ehemann prügelten sie blutig. Italienischen Medien zufolge verlor er durch Schläge auf den Kopf das Bewusstsein, seine Nase ist gebrochen. Beide wurden außerdem ausgeraubt. Das Paar wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht, nachdem Passanten es blutend am Strand gefunden und die Polizei alarmiert hatten.

► Kurz darauf attackierten sie an einer Landstraße in Rimini eine Transgender-Prostituierte aus Peru. Sie vergewaltigten und schlugen sie zusammen, ließen sie danach verletzt im Gebüsch liegen. Das Opfer konnte die vier Täter danach bei der Polizei als Täter identifizieren.

In den italienischen Medien wurden die Männer aufgrund ihrer brutalen Taten als „Bestien von Rimini“ bezeichnet. Sie sollen in der Region weitere Vergewaltigungen sowie Raubüberfälle begangen haben. Auch Drogendelikte werden ihnen vorgeworfen.

Vater der Brüder erkannte seine Söhne

Die Polizei startete eine Großfahndung, wertete Videomitschnitte der Strandpromenade und Handydaten aus, führte Razzien in der Drogenszene durch.

Der Durchbruch kam, nachdem die Bilder der Überwachungskameras vom Strand veröffentlicht worden waren.

Darauf erkannte ein Gastarbeiter (51) aus Marokko seine Söhne. Er brachte sie dazu, sich zu stellen. Mit den Worten „Wir waren es“ tauchten die Täter am Samstag im Kommissariat von Pesaro auf. Beide Jungen sind in Italien geboren, bereits wegen Diebstahldelikten und Drogenvergehen polizeibekannt.

Aufgrund ihrer Aussagen konnten schließlich auch die beiden anderen Tatverdächtigen dingfest gemacht werden: Noch am selben Abend wurde ein Nigerianer festgenommen, er soll 16 oder 17 Jahre alt sein, einen Tag später schließlich Guerlin B.

Der Vater der beiden Brüder gibt dem 20-Jährigen Kongolesen die Schuld: Er habe sie nach Rimini gebracht, dort mit ihnen in Bars getrunken.

Guerlin B. war 2015 über Lampedusa nach Italien gelangt. Sein Asylantrag wurde abgelehnt, eine Abschiebung fand jedoch aus „humanitären Gründen“ nie statt. Er lebte ihn einem Flüchtlingsheim.

Polnische Behörden ermitteln

In der polnischen Heimat des Paares kochten die Emotionen nach dem Fall hoch. Vizejustizminister Patryk Jaki (32) ließ sich zu der Aussage hinreißen, die Täter hätten die Todesstrafe verdient. Später milderte er ab und sagte, er habe lediglich die Grausamkeit des Angriffs betonen wollen.

Inzwischen wurde bekannt, dass Polen die Auslieferung der Täter beantragen will und eigene Ermittlungen eingeleitet hat. Laut Jaki werde eine hohe Strafe angestrebt, um Nachahmer abzuschrecken.

Quelle: http://www.bild.de/news/ausland/vergewaltigung/vier-tatverdaechtige-nach-vergewaltigungen-in-rimini-festgenommen-53097292.bild.html#fromWall

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