Neun Jahre Haft für den Vergewaltiger vom Laaer Berg

“Sex or dead!” schrie ein frisch aus der Haft entlassener Rumäne eine 39-Jährige am Laaer Berg in Wien-Favoriten am 30. September 2016 an und fiel über die Frau her. Am Mittwoch stand der 36-Jährige emotionslos vor Gericht. Für die nach eigener Aussage “vielleicht” begangene Vergewaltigung fasst er neun Jahre Haft aus, nicht rechtskräftig.

Die Frau führte gegen 20.15 Uhr ihren Labrador spazieren, als sie der Rumäne von hinten packte und mit einem Metallgegenstand am Hals bedrohte. Der Hund flüchtet panisch, der Mann schrie die Frau mit “Sex or dead” in gebrochenem Englisch an. Dann wurde die 39-Jährige in ein Gebüsch gezerrt und mehrfach vergewaltigt. Als die Frau ihrem Angreifer in die Hand biss, würgte er sie mit ihrer eigenen Kleidung, bis sie fast erstickte.

Nach der Vergewaltigung zwang der Angreifer die Frau, einige Zeit an seiner Seite zu liegen, dann ließ er sie flüchten. Die Vergewaltigte traf schließlich auf zwei Passanten, mit deren Handy sie die Polizei alarmierte. Aufgrund der DNA-Spuren konnte der Flüchtige identifiziert werden – er wurde in Rumänien bereits zu drei langjährigen Haftstrafen verurteilt. Ab dem Jahr 2000 saß er wegen einer vorsätzlichen Tötung, ab 2004 wegen einer Vergewaltigung und später wegen einer weiteren Vergewaltigung in Haft.

Mysteriöse Vergangenheit
Unklar ist, warum der Rumäne nur einen Bruchteil der Strafen abgesessen hatte. Er zog danach nach Deutschland und wurde im Jänner 2015 wegen Raub und Diebstahl wieder in Haft genommen. Nach der Verbüßung, zwei Wochen vor der Vergewaltigung in Wien, wurde er nach Rumänien abgeschoben. Hier wird es mysteriös: Der Mann gibt an, in Griechenland gearbeitet zu haben, er bekam jedoch am 28. September 2016 einen rumänischen Reisepass von den Behörden ausgestellt, mit dem er sofort nach Wien gereist sein dürfte. Am 30. September kam es zur Vergewaltigung.

Geständig zeigte sich der Rumäne nicht, er will am Tag der Tat trotz eindeutiger DNA-Spuren im Ausland Geburtstag gefeiert haben. Außerdem sei er seit fünf Jahren impotent, gab er an. Als das Gericht ihm die eindeutige Beweislage erklärte, gab er an, “vielleicht diese Tat gemacht” zu haben, er habe “Gedächtnislücken”. Gegen die neun Jahre Haft berief der Angeklagte, das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Quelle: Heute

Foto: Sabine Hertel

 

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