Sechs Monate danach In Köln vergewaltigt – Sandra spricht über den Silvester-Horror

„Im Dunkeln ist es besonders schlimm“, sagt Sandra. Wenn das Licht aus ist, sie das Mikrofon mit dem Sprachprozessor aus dem Ohr genommen hat und gar nichts mehr hört, wirken die Bilder besonders stark.

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Diese Albträume, die ständigen Gedanken. An die Gesichter, die Stimmen, das fiese Grinsen, die Hände, am Körper. Überall Hände.

Einen Menschen einfach in den Arm zu nehmen, daran war für Sandra bis vor kurzem nicht zu denken. „Einen Zug besteige ich seit Silvester auch nicht mehr. Das Warten, das Umsteigen an einem Bahnhof, das halte ich nicht mehr aus.“

Sechs Monate ist es her, dass Sandra, heute 20, und ihren Freundinnen Milena, Julia und Elena (alle 19) passierte, was sie niemals für möglich gehalten hätten, als sie sich am Silvestertag 2015 von Gießen, wo Milena wohnt, auf den Weg nach Köln machten, um nichts anderes zu tun als zu feiern.

Was sie noch weniger ahnen konnten, dass das, wie Behörden nachher mit ihnen umgingen und aus ihrem Fall machen wollten, heute eine ganze Landesregierung in Erklärungsnöte bringt.

Dies ist die Geschichte einer Vergewaltigung, die keine sein sollte. Es ist eine Geschichte, bei deren Aufschreiben man Namen verändern und manche Angaben unklar halten muss, damit die Betroffenen nicht noch mal Opfer werden. Zum zweiten, nein, dritten Mal. Es ist die Geschichte hinter Fallakte Nr. 1 aus der Kölner Silvesternacht.

Eine mittelgroße Stadt im Süden Deutschlands, Juni 2016. Hier ist Sandra mit ihren drei Brüdern bei Mutter Gisela und Vater Klaus aufgewachsen.

Quelle: http://www.express.de/koeln/sechs-monate-danach-in-koeln-vergewaltigt—sandra-spricht-ueber-den-silvester-horror-24304324

 

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