Berliner Frauenmarsch gestoppt – es verbleiben Fragen

Seit mehreren Wochen hat Leyla Bilge mobil gemacht. Etwa 550 Teilnehmer, nach behördlichen Angaben, versammelten sich heute am Halleschen Tor in Kreuzberg, um über die Friedrichstraße zum Kanzleramt zu laufen und zu demonstrieren. Ein Frauenmarsch sollte es werden. Gegen die Gewalt an Frauen.

Das konnten weder die staatstreue Presse noch die grün/links-Idealisierten für gut heissen. Daher wurde eine Gegendemo veranstaltet – also eine Demo für Gewalt an Frauen? Egal: Hauptsache gegen Rechts. Und so sass auch ein Altbekannter auf der Strasse: Hans-Christian Ströbele. Dabei hätte man ihm durchaus Fachwissen oder Altersweisheit zutrauen können. Aber Ideologie bleibt eben Ideologie, wie auch Jutta Ditfurth beweisst:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Apropos Recht:

§21 Versammlungsgesetz

Wer in der Absicht, nichtverbotene Versammlungen oder Aufzüge zu verhindern oder zu sprengen oder sonst ihre Durchführung zu vereiteln, Gewalttätigkeiten vornimmt oder androht oder grobe Störungen verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Warum wurde die Polizei nicht tätig?
Und apropos linke Gesinnung:

„Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für die Mitglieder einer Partei – mögen sie noch so zahlreich sein – ist keine Freiheit. Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden. Nicht wegen des Fanatismus der ‚Gerechtigkeit’, sondern weil all das Belebende, Heilsame und Reinigende der politischen Freiheit an diesem Wesen hängt und seine Wirkung versagt, wenn die ‚Freiheit’ zum Privilegium wird.“ (Rosa Luxemburg: Gesammelte Werke, Bd. 4, Berlin 2000, S. 359)

Und war es nicht Voltaire, der meinte (zumindest wird das Zitat ihm zugeschrieben):

“Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, daß Sie sie äußern dürfen”

Egal – für Ströbele und Ditfurth. Da stört es auch nicht, dass Organisatorin Bilge als Expertin für diverse Rundfunkanstalten einst gebucht wurde. Sie setzte sich für vom IS bedrohte Christen und Jesiden ein und brachte Hilfsgüter in Flüchtlingslager in Syrien und im Irak. Doch sie spricht sich für Frauenrechte aus: in der Welt; gegen das Kopftuch und die Burka als Zeichen der Unterdrückung; und in Deutschland; für ein echtes Asylangebot für echte Flüchtlinge. Da fordert sie auch, das der ISlam nicht zu Deutschland gehöre und kriminelle Ausländer abgeschoben werden sollten. Etwas das Ströbeles und Ditfurths Vasallen nicht verstehen können. Ebenso wenig, wie sie verstehen, dass unterschiedliche Meinungen zur Demokratie gehören – und die ihrige uns in eine Mittelalterzeit zurück werfen könnte. Da spielt bei den *Innen-mit-BinnenI-ForderInnen auch das Frauenrecht keine Rolle mehr. Beim Kampf gegen Rechts darf es OpferInnen geben – schliesslich sei ja Bilge auch irgendwie Nazi. So trug sie gar einmal schwarz-rot-goldenes Kleid und wedelt mit einer Fahne in diesen Farben. Sie wirft sie nicht weg, wie Frau Merkel. Und Bilge ist ja auch noch AfD-Politikerin, man sah auch den Pegida-Organisator Bachmann heute auf der Frauendemo – und viele andere Männer. Jene also, die mit ihren Frauen dort waren, ihre Frau mit-beschützen wollten. Und gemeinsam forderten sie “Kriminelle Ausländer abschieben”, wie einst Merkels Vorgänger, mit dem auch Ströbele gern regierte:

“Wir dürfen nicht mehr so zaghaft sein bei ertappten ausländischen Straftätern. Wer unser Gastrecht missbraucht, für den gibt es nur eins: raus, und zwar schnell!” Gerhard Schröder 1997

Quelle: https://preussischer-anzeiger.de/2018/02/17/berliner-frauenmarsch-gestoppt-verbleiben-fragen/

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