Junge Eritreer müssen sich vor Gericht verantworten

Der Fall sorgte Anfang Februar für Entsetzen. Fünf Eritreer missbrauchten am Churer Bahnhof eine Frau. Gestern standen die Täter vor dem Bezirksgericht Chur.

In der Nacht vom 17. auf den 18. Februar missbrauchten vier erwachsene und ein jugendlicher Eritreer in der Churer Bahnhofshalle eine Frau. Der Fall ist gestern vor dem Bezirksgericht Chur verhandelt worden. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Es durften auch keine akkreditierten Journalisten dabei sein. Abgegeben wurde nur eine anonymisierte Anklageschrift.

Der Fall hinterliess bei der Bevölkerung ein mulmiges Gefühl. Die damalige Berichterstattung in der «Südostschweiz» löste heftige Reaktionen aus. Mehrere Leserbriefschreiberinnen und Leserbriefschreiber beobachteten, wie minderjährige Mädchen angeblich von ausländischen Männern aufdringlich verfolgt wurden.

Eine Frau schrieb:

«In den letzten Monaten hat sich besonders die Bahnhofshalle zu einem Treffpunkt von Menschen mit Migrationshintergrund entwickelt.»

Und der Churer Stadtpräsident Urs Marti sagte damals:

«Es gibt tatsächlich mehr Meldungen mit Hinweisen auf verbale Belästigungen am Bahnhof.»

Mehr Polizeipräsenz

Unter den vielen Leserbriefen und Mails waren es trotzdem ganz wenige, die in der damals aktuellen Situation eine echte Bedrohung sahen. Deshalb stellte die «Südostschweiz» (Ausgabe vom 24. März) Frauen, Männern und Flüchtlinge am Churer Bahnhof die Frage «Müssen Frauen Angst haben?». Die meisten Frauen hatten absolut keine Angst auch spätnachts durch die Bahnhofsunterführung zu laufen. Eine ältere Frau betonte, sie wolle sexuelle Übergriffe von Asylsuchenden nicht unter den Tisch kehren, aber es werde übertrieben. Die meisten Befragten waren aber durchaus erleichtert, dass die Polizei mehr Präsenz zeigte.

Der Fall hinterliess bei der Bevölkerung ein mulmiges Gefühl. Die damalige Berichterstattung löste heftige Reaktionen aus.

Quelle: suedostschweiz

Foto: Marco Hartmann

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