S-Bahn-Schubser von Nürnberg zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt

S-Bahn-Schubser von Nürnberg zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt

Im Prozess um tödliche Stöße auf ein Nürnberger S-Bahn-Gleis sind am Mittwoch mehrjährige Haftstrafen verhängt worden.

Die Jugendkammer am Landgericht Nürnberg-Fürth wertete die Taten der zwei 17-jährigen Angeklagten als Körperverletzung mit Todesfolge. Einer der Jugendlichen muss dreieinhalb Jahre ins Gefängnis, der zweite drei Jahre und drei Monate.

Die Richter sahen es als erwiesen an, dass die beiden Männer bei einem Streit auf dem S-Bahnsteig der Haltestelle Frankenstadion im Januar drei etwa gleichaltrige Jugendliche ins Gleisbett gestoßen haben. Zwei von ihnen starben, weil just zu der Zeit ein Zug durchfuhr.

Nürnberg: Urteile gegen S-Bahn-Schubser noch nicht rechtskräftig

Die Staatsanwaltschaft hatte vier Jahre und fünf Monate für den einen Angeklagten sowie drei Jahre und neun Monate für den anderen gefordert. Die Verteidigung hatte auf Bewährungsstrafen plädiert. Die Nebenklage im Auftrag der Eltern der Opfer sah dagegen eine Tötungsabsicht bei den Angeklagten und forderte längere Haftstrafen wegen Totschlags.

Der Prozess fand wegen des jugendlichen Alters der Angeklagten unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.

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