Verdächtiger für Bluttat in Unterwellenborn verhaftet: Großmutter wohl Kehle durchgeschnitten

Polizisten stoppen den Tatverdächtigen für die Bluttat von Unterwellenborn einen Tag vor Weihnachten bei Duisburg

 

 

 

Der erlösende Funkspruch kam spät. Gerade hatten sich die beiden diensthabenden Beamten damit abgefunden, dass sie die Nacht vor Heiligabend auf zwei Stühlen vor einem Patientenzimmer der Thüringen-Klinik in Saalfeld verbringen werden, da schlugen ihre Kollegen in Nordrhein-Westfalen zu und beendeten die Sonderschicht der Thüringer . Deren Auftrag war es nämlich, zu verhindern, dass ein 35-Jähriger das vollendet, was er am Dienstag in Unterwellenborn so blutig begonnen hatte. An jenem Abend, wenige Tage vor dem Weihnachtsfest war der türkischstämmige Noch-Ehemann vor der Wohnung seiner 26-jährigen, von ihm getrennt lebenden Frau aufgetaucht, um sie zur Rede zu stellen.

Nicht zum ersten Mal übrigens, denn mehrfach hatte er seine Frau, den wenigen Monate alten Säugling und weitere Verwandte seit Oktober bedroht und genötigt. Anfang Dezember hatten Polizeibeamte einschreiten müssen und verwiesen den wütenden Ehemann des Hauses. Mehrere Anzeigen liefen ­bereits gegen ihn.

Der Großmutter mit dem Messer die Kehle durchgeschnitten

Vor der Bluttat am Dienstag, so berichten Nachbarn, sei er schon mehrere Tage um das Haus in der Unterwellenborner Siedlung geschlichen. Dort stellte sich ihm am Dienstagabend zunächst die 75-jährige Großmutter seiner Ehefrau in den Weg, der er nach OTZ-Informationen mit einem Messer die Kehle durchtrennt haben soll.

Die Frau starb später an den Verletzungen. Anschließend brachte er der Frau, die er im Dezember 2015 geheiratet hatte, mehrere Schnitte und Stiche bei, die alle lebensgefährlich waren. Auch das Kind wurde dabei schwer verletzt. In unterschiedlichen Kliniken kämpften die Ärzte um das Leben der Opfer .

Der Tatverdächtige, der als DJ arbeitete, in Erfurt wohnte und erst Mitte Dezember zu einem Kurzbesuch in die Türkei geflogen war, floh mit seinem roten Peugeot durch halb Deutschland. Am Mittwoch war das Fahrzeug in Südthüringen gesehen worden, bundesweit fahndete nun die Polizei nach ihm.

Am Freitag erhielten die Beamten Hinweise von Zeugen aus Münster , dass der Gesuchte Deutschland möglicherweise per Schiff verlassen wollte. Auf einem Rastplatz an der A 3 in Richtung holländische Grenze wurde er dann schließlich nördlich von Duisburg festgenommen. Das Aufatmen war nicht nur in der Thüringen-Klinik groß.

Quelle: OTZ

Foto: Bodo Schackow

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