Bitte was!?: Forscher fordern Pornos im Grundschul-Unterricht

Eltern, die ihre Kinder möglichst lange von den Reizen der sexualisierten Gesellschaft fernhalten wollen, müssen jetzt ganz stark sein. Denn: Forscher der Universität Melbourne schlagen vor, bereits Achtjährige in der Grundschule an Pornografie heranzuführen!

Die Experten sagen, dass es Standard sein sollte, Schüler in einer überwachten Umgebung an das Thema heranzuführen. Das sei besser, als wenn sie online irgendwann selbstständig auf pornografische Inhalte stoßen würden – ob gewollt oder unabsichtlich.

Verführen Pornos Kinder zu sexuellem Missbrauch?

Diesen Rat leiten sie aus einer Studie ab. Bei dieser wurden Jugendliche zwischen 11 und 14 Jahren, die andere Kinder sexuell missbraucht hatten, befragt.

„Pornografie spielte bei den Vorfällen schon fast eine ursächliche Rolle“, sagte die Hauptautorin der Studie Gemma McKibbin. Das berichtet die „New York Post“. Die Kinder hätten Pornos geschaut und das Gesehene dann mit ihren kleinen Cousinen, Nichten oder Schwestern nachgemacht.

Deshalb fordert die Forscherin: „Die Kinder brauchen Informationen, zumindest ab dem Alter von acht Jahren. Sie wussten nicht, dass man mit anderen Familienmitgliedern keine sexuellen Beziehungen haben darf.“

Andere Experten warnen vor Traumata

Andere Experten warnen vor Pornografie im Unterricht. Wie Maree Crabbe, Spezialistin für Sexualerziehung. Sie sagt, Schüler würden in peinliche Situationen gebracht, erregt oder verärgert und mit einem Trauma reagieren, wenn sie mit Pornos im Klassenraum konfrontiert würden.

„Ich glaube nicht, dass wir die Bilder zeigen müssen. Aber ich glaube, dass wir darüber reden müssen. Wenn wir es nicht tun, überlassen wir zu viel der Sexualerziehung der Porno-Industrie“, meint sie.

Quelle: newsrep

Foto: Porno Symbolbild 271116

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