Libyer sollen Mädchen belästigt haben

Polizei musste zu zwei Einsätzen ins Asylheim Johann’stadt ausrücken

Zwei junge Asylbewerber, die am Platz des Bergmanns in Johanngeorgenstadt Mädchen gegen deren Willen anbaggern: Das sorgte für Gesprächsstoff und Gerüchte in der Bergstadt. Die Polizei hat den Vorfall, der sich bereits am Dienstag der vergangenen Woche ereignete, auf Anfrage der “Freien Presse” jetzt bestätigt.

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Den Angaben zufolge handelte es sich um zwei Libyer, 19 und 22 Jahre alt. “Nach derzeitigem Erkenntnisstand versuchten sie, mit zwei jugendlichen Mädchen in Kontakt zu treten”, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Chemnitz. Was die beiden Männer gesagt haben oder was sie wollten, ist unbekannt, aber den Mädchen hat es nicht gefallen, denn sie baten einen Passanten um Hilfe.

Recherchen der “Freien Presse” zufolge brachte ein Tourist die Mädchen in seinem Auto nach Hause. Der Mann soll ein früherer Johann’städter gewesen sein, der heute in der Schweiz lebt und auf Besuch in seiner alten Heimatstadt war. Inzwischen ist er wieder abgereist. Ein anderer Johanngeorgenstädter verständigte telefonisch die Leitung des Asylbewerberheims. Bei ihrer Rückkehr wurden die Libyer zur Ordnung gerufen, woraufhin einer der beiden aggressiv reagierte, wie der Polizeisprecher sagte. “Beim Eintreffen unserer Beamten hatte sich Lage aber wieder beruhigt.” Es sei zu keiner Straftat gekommen.

Zwei Tage später, am Donnerstag voriger Woche, musste die Polizei erneut zum Asylbewerberheim in der Schwefelwerkstraße ausrücken. Gegen 21.20 Uhr war es in der Unterkunft zu einer tätlichen Auseinandersetzung unter Heimbewohnern gekommen. Der 22-jährige Libyer, der bereits am Dienstag negativ aufgefallen war, hatte diesmal einen syrischen Jungen (12) geschlagen. Daraufhin gingen drei andere Syrer – 17, 18 und 20 Jahre alt – auf den Libyer los, der dabei leichte Verletzungen erlitt. Man ermittele gegen die drei Syrer wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung, sagte ein Polizeisprecher. Gegen den Libyer, der den Jungen attackiert hatte, werde wegen einfacher Körperverletzung ermittelt. Der Zwölfjährige war bei dem Angriff nicht verletzt worden.

Die Ausländerbehörde des Erzgebirgskreises hat inzwischen auf die Vorfälle reagiert. Der 22-jährige Libyer wurde in eine andere Einrichtung verlegt, teilte das Landratsamt mit. Nach dem ersten Vorfall sei er zunächst verwarnt worden. Er habe versichert, sich künftig ruhig und kooperativ zu verhalten. Aufgrund der zweiten Verhaltensauffälligkeit innerhalb kurzer Zeit sei es dann zur Umverteilung gekommen.

Ende Juli waren im Johanngeorgenstädter Heim 72 Asylbewerber untergebracht.

Quelle: http://www.freiepresse.de/LOKALES/ERZGEBIRGE/SCHWARZENBERG/Libyer-sollen-Maedchen-belaestigt-haben-artikel9592954.php

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