Fremder verfolgt und vergewaltigt Passantin – Fünf Jahre Haft für 30-Jährigen

Die Frau ist auf dem Heimweg. Sie wird gepackt und in ein Gebüsch gezerrt. Ein Fremder hat sie in der U-Bahn heimlich beobachtet. Er wird ihr zum Verhängnis. Jetzt hat das Landgericht Berlin ein Urteil gesprochen.

Nach einem brutalen Überfall auf eine Passantin in Berlin-Wittenau soll ein 30-Jähriger für fünf Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht sprach den Angeklagten der Vergewaltigung sowie der Körperverletzung schuldig. Er habe die 37 Jahre alte Frau bei dem Vorfall im Mai 2015 von einer U-Bahn aus verfolgt, in ein Gebüsch gezogen und vergewaltigt, hieß es am Freitag im Urteil.

Das Gericht ging mit der verhängten Strafe über den Antrag der Staatsanwältin hinaus. Sie hatte vier Jahre Haft verlangt.

Körperlich unterlegene Frau gezielt ausgewählt

Die Geschädigte war nach einer Party auf dem Heimweg und saß zuletzt in einem Zug der Linie U8. “Die Fahrt wurde ihr zum Verhängnis”, sagte der Vorsitzende Richter. Der Angeklagte habe die ihm körperlich deutlich unterlegene Frau gezielt als Opfer ausgewählt. Als sie ausstieg, sei er ihr gefolgt.

“Die Geschädigte hat das durchlebt, was der Albtraum jeder Frau ist”, hieß es weiter im Urteil. 15 Minuten lang habe sich der Angeklagte an der Geschädigten vergangen. Bis heute seien die psychischen Folgen für die 37-Jährige ganz erheblich.

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