Kölner Pfandsammlerin (75) vergewaltigt – 27-Jähriger vor Gericht

„Sie war nach der Tat nicht mehr die Alte“, sagte er.

Sie habe aufgehört Flaschen zu sammeln, sich immer mehr zurückgezogen.

Nach zwei Schlaganfällen sei seine Ehefrau gestorben.

Wie so oft hatte Margarete Z. (75, Name geändert) am frühen Morgen in Vingst ihre Runde gedreht, war als Pfandsammlerin auf der Suche nach Leergut. 

Als sie in einer Grünanlage auf den Kasachen Juri P. (27) traf, wurde die Seniorin zum Zufallsopfer. Die alte Dame wurde ganz brutal vergewaltigt, erlebte ein unfassbares Martyrium.

Seniorin wurde Zufallsopfer

Eine Erklärung hatte der Angeklagte, der neben seinem Verteidiger Thomas Gros saß, beim Prozess im Landgericht Köln nicht. Alkohol habe eine große Rolle gespielt an jenem Oktobertag im Jahr 2014. Er habe mit seiner Clique Wodka getrunken, viel Wodka, sei auf dem Heimweg gewesen. Dann traf er auf die alte Dame. Unvermittelt schlug er ihr ins Gesicht, suchte erst das Weite.

Doch der brutale Mann kehrte zurück. Diesmal offenbar mit dem Vorsatz, die Flaschensammlerin zu missbrauchen. Als sich die alte Dame wehrte, ihrem Peiniger sogar in die Hoden kniff, folgte eine regelrechte Gewaltexplosion.

Äußerst brutal schlug der junge Mann seinem betagten Opfer gegen den Kopf, dann vergewaltigte er die 75-Jährige auf grausame Weise – sie erlitt schwere innere Verletzungen.

DNA-Spuren führten zum Täter

DNA-Spuren führten schnell zu dem Täter, der wegen gefährlicher Körperverletzung bereits vorbestraft war – er hatte einem Kontrahenten mit einer Eisenstange den Arm zertrümmert. Bei einem ersten Prozess wurde der Angeklagte im Juni 2015 zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt. Zu milde, so der Bundesgerichtshof.

Die damalige Richterin hatte zwar festgestellt, dass das Opfer „fürchterliche Schmerzen“ habe erleiden müssen. Sie hätte aber den Alkoholkonsum des Täters nicht strafmildernd anrechnen dürfen. Juri P. sei trinkgewohnt und habe daher wissen müssen, dass er betrunken dazu neigt, Straftaten zu begehen, so der BGH.

Die Staatsanwaltschaft hatte damals elf Jahre Haft gefordert.

Nach Schlaganfällen verstorben

Das Opfer ist mittlerweile verstorben, der Witwer (67) sagte am Donnerstag als Zeuge aus.

„Sie war nach der Tat nicht mehr die Alte“, sagte er.

Sie habe aufgehört Flaschen zu sammeln, sich immer mehr zurückgezogen.

Nach zwei Schlaganfällen sei seine Ehefrau gestorben.

In einer Woche soll das Urteil in dem beispiellosen Fall gesprochen werden.

Quelle: https://www.focus.de/regional/koeln/koeln-koelner-pfandsammlerin-75-vergewaltigt-27-jaehriger-vor-gericht_id_8618670.html

Foto: Hendrik Pusch

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