Tafel-Chef droht mit Rücktritt

Seit 1995 kümmert sich die Essener Tafel um Bedürftige. Ihr aktueller Chef Jörg Sartor (61) ist seit 13 Jahren dabei. Erst schleppte er Kisten, seit zwölf Jahren leitet er den Verein. Nie hätten sich Sartor und seine 120 Tafel-Ehrenamtlichen wohl träumen lassen, dass sie einmal als Nazis beschimpft werden.

Anmerkung von uns dazu:

(Wessen Handschrift das ist wissen wir alle, dass kann man gut und gern der Antifa zuschreiben.

Da braucht der Staatsschutz nicht lange ermitteln!)

Doch jetzt geschah genau das: In der Nacht zu Sonntag schlichen laut Polizei Unbekannte auf den Parkplatz der Tafel, besprühten sechs der insgesamt sieben Tafel-Laster und die Eingangstür.

„Nazis“ und „Fuck Nazis“ („Scheiß auf Nazis“) prangt dort jetzt in großen Lettern.

 

Der Staatsschutz ermittelt. Sartor wird die Farbe nicht entfernen:

„Die Lkw sollen durch die Stadt fahren, das sollen alle sehen!“

 

 

Hintergrund der Attacke:

Letzte Woche wurde bekannt, dass die Essener Tafel einen vorläufigen Aufnahme-Stopp für Ausländer verhängt hat. Der Anteil von Migranten war durch den Flüchtlingszuzug von rund 35 auf 75 Prozent gestiegen. Ältere Tafel-Besucher hatten über Schubsen und Drängeln geklagt, so der Tafel-Chef. Für die Maßnahme erntete er viel Kritik, linke Gruppen warfen ihm im Internet Rassismus vor.

Jetzt der Schmier-Anschlag! Jörg Sartor gestern zu BILD: „Wenn mich die Leute doof finden, ist das so. Aber es ist eine Schweinerei, unsere Freiwilligen zu diffamieren!“ 

Die Vorfälle machen Sartor zu schaffen:

„Es hat mir hier immer Spaß gemacht. Aber ich habe keinen Bock mehr, man verliert einfach die Lust! Ich bin kurz davor, hinzuschmeißen.“

Sartor:

„Jetzt haut ein Haufen von Politikern auf uns ein, ohne sich zu informieren. Die sollen sich mal herbewegen und vor Ort mitarbeiten – danach können sie sich gerne äußern.“

 

Vom Beifall der Rechtspopulisten, den er bekam, distanziert sich Sartor ebenfalls:

„Ich lasse mich vor keinen Karren spannen, weder von linken Politikern, noch von rechten.“

Er bleibt bei der Maßnahme: 

Bis das Verhältnis wieder ausgewogen sei, nur Aufnahme mit deutschem Personalausweis. Einen Sicherheitsdienst, wie er bei anderen Tafeln bereits angedacht wird, möchte Sartor nicht:

„Wenn es so weit käme, würde ich die Tür eher zusperren.“

Allerdings: Dauerhaft schließen kann Sartor nicht. Das kann nur der eingetragene Verein beschließen.

Quelle: https://www.bild.de/regional/ruhrgebiet/essen/tafel-chef-droht-mit-schliessung-54929298.bild.html

Foto: Marc Vollmannshauser

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