Zürcher Polizei wird Täter-Herkunft nicht mehr enthüllen

Die Zürcher Stadtpolizei wird ab sofort in Meldungen keine Angaben zur Herkunft der Täter mehr machen. Dies berichtet die Zeitung „Blick“ unter Berufung auf den Sicherheitsvorsteher der Stadt, Richard Wolff.

Somit wird die Zürcher Stadtpolizei die erste Polizei im ganzen Land sein, die auf die Nennung der Herkunft mutmaßlicher Straftäter in Meldungen verzichtet.

Der Stadtrat begründete die Entscheidung damit, dass die Nennung der Nationalität eines mutmasslichen Täters diskriminierend sei. „Indem man die Nationalität nennt, wird suggeriert, damit lasse sich die Tat ein Stück weit erklären“, so Wolff.

„Dies verdeckt aber nur, was die eigentlichen Ursachen für kriminelle Handlungen sind.“

Dazu zählen beispielsweise Armut, Drogenkonsum, niedriges Bildungsniveau, Stigmatisierung in der Schweiz oder mangelnde soziale Kontrolle.

„Es handelt sich bei der Nationalitätennennung also um eine Scheintransparenz, welche die Ursachen von Kriminalität verdeckt“, so der Sicherheitsvorsteher von Zürich weiter.

Die Nennung der Nationalität eines Täter führe zudem zu einem unerwünschten Effekt.

„Diejenigen, die über kriminelle Ausländer in den Medien lesen, schätzen den Anteil der Ausländer an den Kriminellen durchschnittlich höher ein als er in Wirklichkeit ist“, erklärte Wolff.

Aus der neuen Praxis werden künftig laut Wolff nur Mitteilungen mit Fahndungsaufruf ausgenommen.

Quelle: https://de.sputniknews.com/gesellschaft/20171110318231123-zuercher-polizei-taeter-herkunft/

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