Eine Mutter warnt vor übergriffigem Flüchtling und wird medial diffamiert

Eine Mutter warnte am Dienstag im Internet davor, dass in einem Coswiger Linienbus ein Asylbewerber regelmäßig kleine Mädchen belästige. Die Sächsische Zeitung greift den Fall auf und bagatellisiert mit Hilfe einer willigen „Flüchtlingsinitiative“ die Vorkommnisse in unglaublicher Weise.

Die besorgte Mutter schrieb am Dienstag folgenden Facebookeintrag:

„!!!!ACHTUNG!!!!
Liebe Eltern, sensibilisiert bitte eure Kinder! 
In den letzten Wochen fährt in der Linie 402 meist 15:30 Uhr von Coswig nach Neusörnewitz ein Asylbewerber mit. Er fotografiert und filmt kleine Mädchen (unter anderem meine Tochter und ihre Freundinnen). Er streckt ihnen die Zunge heraus, pustet von hinten in die Haare und streichelt ihnen über den Kopf. Wenn die Mädchen sich umsetzen folgt er ihnen. Er steigt in Neusörnewitz Elbgaustraße aus und geht dort in das Asylheim/-haus. Er ist ca 1,70m groß, arabisches Aussehen, schwarze Haare, normale Länge, dunkle Augen, einen Bart an den Wangen hat er, trägt oft ein weißes Basecap, hat auch ab und an eine schwarze Sonnenbrille, trägt weiße Turnschuhe und hat immer einen schwarzen Rucksack bei sich. Alter schätzen die Kinder auf Mitte 30.
Anzeige bei der Polizei ist gemacht…. (passieren wird Nichts…)

*UPDATE*
Es wurde ein Tatverdächtiger festgenommen und die Ermittlungen laufen nun.
Vielen Dank für die Unterstützung. Nun sollte die Arbeit von behördlicher Seite weitergeführt werden.“

Die Sächsische Zeitung (SZ) nahm die Facebook-Nachricht der Mutter auf. Im betreffenden Artikel wurde das Posting der besorgten Mutter mitunter als überzogen tituliert. Nur wenige Leser hätten den „widersprüchlichen Gehalt des Hinweises“ hinterfragt, da für die Mehrheit die Schuldfrage ja bereits geklärt gewesen sei, so die SZ wertend. Fraglich sei zudem, weshalb die Mutter erst nach mehreren Wochen auf Facebook aktiv geworden sei und sich nicht längst schon an das Rathaus und die Schule gewandt habe, um nach einem Busbegleiter zu bitten.

Rat der Polizei an die „aufgeregten“ Eltern

Trotz dieser „Unklarheiten“ seien die Behörden mittlerweile hellhörig geworden. Wie die SZ recherchierte, existiere im Ort eine zum Landkreis gehörende Asylunterkunft. Auf Nachfrage der Zeitung bestätigte eine Landratsamtssprecherin, dass am Dienstagabend zwei Frauen zu einem entsprechenden Vorfall bei der Polizei vorgesprochen, allerdings keine Anzeige erstattet hätten. Die Verkehrsgesellschaft Meißen ermittle ebenfalls, verfüge aber über keinerlei Anhaltspunkte. Man gehe der Sache nach, wisse aber derzeit nicht, ob es sich um einen Asylbewerber oder einen anerkannten Flüchtling handele, so die Sprecherin.

Auch die zuständige Polizeidirektion Dresden bestätigt die Angaben aus dem Landratsamt. Dort habe sich am Dienstag eine Frau bei der Polizei gemeldet und mitgeteilt, dass am 23. Oktober ihre Kinder im Linienbus von Coswig nach Neusörnewitz von einem arabisch aussehenden Mann mit einem Handy gefilmt und angefasst worden seien.

Die Polizei gehe dem nach und prüfe einen Straftatverdacht. Eine weitere Kindesmutter habe sich im Verlauf des Tages zur gleichen Sache an die Polizei gewandt. Näheres sei hierzu noch nicht bekannt.  Den „aufgeregten“ Eltern raten die Beamten, ihre Kinder mit Blick auf derartige Situationen zu sensibilisieren, so die schon als pietätlos zu nennende SZ-Bemerkung.

Gleichzeitig stellt die Polizei klar, dass eine Diskussion über Netzwerke wie Facebook aus ihrer Sicht nicht sinnvoll erscheine. Das Ermitteln sollte der Polizei überlassen und nicht selbst in die Hand genommen werden, so der behördliche Hinweis.

Flüchtlings-Initiative: Dem freundlichen Flüchtling mitteilen, dass er Distanz wahren muss

Klärung in der Sache erfolgte dann von berufener Stelle. Die Coswiger Initiative „Ort der Vielfalt“ wurde aktiv.

Ein Mitglied des „weltoffenen und toleranten“ Vereins setzte sich in den, von den Müttern benannten Linienbus.

Dabei hätte sich herausgestellt, dass es sich bei dem verdächtigten Mann um einen taubstummen Flüchtling handele. Aufgrund seines Handicaps und seiner direkten, aber freundlichen Art falle er hier im städtischen Gebiet stärker auf, so ein Aktiver des Vereins.

Zivilfahnder der Polizei hätten den Flüchtling unmittelbar nach Ankunft des Busses mitgenommen.

Er gehe davon aus, dass dem freundlichen Flüchtling vermittelt werde, künftig stärker Distanz vor allem zu Kindern zu wahren, um keinen Anlass für falsche Verdächtigungen zu geben. Gleichzeitig zeigte sich der „Flüchtlingsfreund“ befremdet über die Art und Weise des Umgangs mit dem Vorfall im Netz. Anstatt die Lage rational abzuklären, sei Panik verbreitet worden, so die selbstgefällige Wertung über Eltern, die eine keinesfalls unbegründete Angst um ihre Kinder haben.

Nur weil die Kinder die Wahrheit sagten, werden sie nun durch den Dreck gezogen

Befremdet zeigt sich auch die Erstellerin des Warnpostings. Dies schrieb am Donnerstag nach der Berichterstattung der Sächsische Zeitung merklich erschüttert auf Facebook:

!!!!Achtung!!!!

– in der Hoffnung, dass sich dieser Beitrag genauso schnell verbreitet, wie meine Warnung vor 2 Tagen-

Auf Grund der unglaublichen Berichterstattung seitens der Sächsischen Zeitung und Radio Dresden möchte ich auf diesem Wege mal einiges klarstellen, was die Schreiberlinge (Journalisten kann man solche ja nicht nennen) einfach falsch dargestellt, verdreht, verschönt haben. Mir geht es nicht um mich, sondern um 7-jährige Kindern, die nur weil sie die Wahrheit sagten, durch den Dreck gezogen werden.

Zum ersten bin ich sofort nach Bekanntwerden der abscheulichen Tat mit meinem Kind zur Polizei gegangen, erst nach und nach kam heraus, dass es sich schon um einen längeren Zeitraum handelt. 
Der Beweggrund für meinen öffentlichen Post, war einfach dem geschuldet, dass ich mich nicht ernst genommen fühlte bei der Polizei und den Eindruck gewann, dass diese Sache unter den Tisch gekehrt wird aufgrund der Brisanz. Dies wollte ich zum Schutz der Kinder nicht zulassen. 
Die im Artikel beschriebene Taubstummheit (im richtigem Deutsch: gehörlos) kann so nicht stimmen, denn die Kinder haben den Mann sowohl „ausländisch“ sprechen hören und auch gestern im Bus wurde er von einer Frau auf Deutsch gewarnt, worauf er mit Nicken reagierte. 
Ich finde es unglaublich, wie versucht wird, eine solche Tat unter dem Deckmantel einer Behinderung zu verschleiern und die Opfer als unglaubwürdig hinzustellen. 
Die Schmierfinken (was anderes sind es für mich nicht) sollten sich in Grund und Boden schämen. Bisher dachte ich, dass Falschmeldungen mittlerweile verboten sind. Es ist traurig wie man versucht wird mundtot zu machen, nur weil man eine brisante Wahrheit ausspricht, die nicht jedem in den Kram passt.

Ich hoffe das verbreitet sich nun genauso schnell wie der Bericht von vorgestern Abend.

Darf Flüchtling Kinder streicheln und fotografieren, nur weil er taubstumm ist?

Eine andere Facebooknutzerin fragt sich, ob es etwa okay ist, dass der „Flüchtling“  Kinder streichelt und fotografiert, nur weil er taubstumm ist. „Deswegen ist er doch noch lange nicht behindert und müsste auch so wissen, dass das nicht wirklich ok ist, oder? Ja, mir tun Menschen aufrichtig leid, die behindert sind und vielleicht Dinge tun, die nicht in Ordnung sind, weil sie es einfach nicht besser wissen, aber das scheint ja hier nicht der Fall zu sein.“

Im Radio sei davon berichtet worden, so die Kommentatorin weiter, dass die „Initiative für Flüchtlinge“ sich bemühen würde, ihm mit Hilfe eines Dolmetschers für Gebärdensprache, mitzuteilen, dass das nicht in Ordnung ist.

Quelle: http://www.journalistenwatch.com/2017/10/27/eine-mutter-warnt-vor-uebergriffigem-fluechtlingen-und-wird-medial-diffamiert/

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