Familienvater ins Koma geprügelt: Wer hat meinem Papa das angetan?

Volkmar Meyer wurde in Schöneberg überfallen. Der Täter verprügelte den Familienvater so schlimm, dass der 57-Jährige um sein Leben kämpft. Seine Frau und seine Tochter sind fassungslos.

Volkmar Meyer (57) muss beatmet werden. Die Ärzte im Sankt-Gertrauden-Krankenhaus haben seinen Schädel aufgesägt, damit die Schwellung des Gehirns sich ausbreiten kann. Sonst wäre der Familienvater jetzt tot.

Ausgeraubt und ins Koma geprügelt

Volkmar Meyer ist ein Opfer der Gewalt rund um den Nollendorfplatz (Schöneberg). 602 Diebstähle und elf Raubtaten registrierte die Polizei dort von Januar bis April.

Doch was Meyer angetan wurde, schockt selbst einen erfahrenen Ermittler aus der Gegend: „Das ist schon eine neue Qualität der Gewalt …“

Es ist Donnerstagabend, als Volkmar Meyer in der Bar „Voyage“ (Nollendorfstraße) etwas trinken geht. Um 23.20 Uhr ruft er seine Ehefrau an. Er wolle gleich mit der U-Bahn nach Hause, nach Spandau. Was dann passiert, versucht die Polizei nun zu rekonstruieren.

Klar ist bisher nur: Volkmar Meyer wird verprügelt und ausgeraubt. Ein Mann reißt ihm seine „Timex“-Uhr (Wert: ca. 100 Euro) vom Arm, klaut ihm das Portemonnaie mit 300 Euro in bar und die Tasche.

Wer tut so etwas?

„Wer tut so etwas und nimmt dabei den Tod eines Menschen in Kauf?“, fragt Rebecca (29), die Tochter von Volkmar Meyer. Sie sucht Zeugen der Attacke. Und sie will, dass der Täter sieht, was er ihrem Papa angetan hat.

Es ist Freitagfrüh, 3.40 Uhr, als eine Polizei-Streife den Frührentner an der Ecke Martin-Luther-Straße/Grunewaldstraße findet. Blutend. Im Dämmerzustand. Sanitäter bringen Meyer in die Klinik. Not-OP!

Die Diagnose: Schädelbasisbruch und Schädel-Hirn-Trauma. Meyers Jochbein ist zertrümmert, der Sehnerv beschädigt. Die Ärzte alarmieren die Polizei erneut.

Als die Beamten Freitag, 9.25 Uhr, in der Klinik eintreffen, sagt Volkmar Meyer ihnen noch, dass sich die Attacke an der Ecke Maaßen-/Bülowstraße ereignet hat und wie sie ablief. An mehr kann er sich nicht erinnern.

Familie muss um sein Leben bangen

Dann wird er noch mal operiert – neun Stunden lang. Am frühen Freitagabend versetzen die Ärzte ihn ins künstliche Koma. Meyers Familie stellt später fest, dass Freitagnacht per EC-Karte 1000 Euro vom Konto des Berliners abgehoben worden sind.

Schon einige Male versuchten die Ärzte, Meyer aus dem Koma zu holen. Erfolglos. Seine Familie muss weiter um sein Leben bangen.

Quelle: http://www.bz-berlin.de/tatort/familienvater-ins-koma-gepruegelt-wer-hat-meinem-papa-das-angetan

(Foto: privat)

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