Mann soll “Ungläubige” getötet haben: Vor Gericht kündigt er Morde an

Im Prozess um den mutmaßlich religiös motivierten Mord an einer Rentnerin hat der 27-jährige Angeklagte einen Mord angekündigt. Abubaker C., der die Tat bestreitet, sagte am ersten Prozesstag vor dem Gericht in Heilbronn, dass er den wahren Täter und dessen Familie umbringen werde, sobald er freikomme.

“Ob ich zehn oder zwanzig Jahre bekomme, ich werde diese Person umbringen“,

sagte der Angeklagte.

Der Richter ließ diese Worte ausdrücklich ins Protokoll aufnehmen.

Die Anklage wirft dem Mann vor, in der Nacht zum 19. Mai 2016 in das Haus der 70-Jährigen in Bad Friedrichshall eingedrungen zu sein,

„um einen aus seiner Sicht ungläubigen Menschen umzubringen sowie Bargeld und Wertgegenstände zu entwenden“.

Er soll die schlafende Frau stranguliert haben. An den Wänden fanden die Ermittler arabische Wörter mit religiösem Hintergrund, unter anderem auch an einer Schrankwand im Schlafzimmer, sowie einen englischen Ausruf.

Er soll “It’s Payback time” an die Wände geschrieben haben

Zum Prozessauftakt gab er entgegen früheren Aussagen an, er sei 1989 in Saudi-Arabien – und nicht in Pakistan – geboren. Ein genaues Datum könne er nicht nennen. Außerdem erklärte der Mann, er sei mit dem Vorsitzenden Richter nicht einverstanden.

Der Mann soll laut Anklage der Staatsanwaltschaft Heilbronn auf Englisch

„It‘s Payback time“

auf die Hauswände des Opfers geschrieben haben. Zudem habe er religiöse Worte, die sich mit der Verehrung des Schwiegersohnes des Propheten beschäftigen, hinterlassen.

“Das ist eine Lüge. Ich bin unschuldig”,

sagte der 27-Jährige am ersten Prozesstag zu den Vorwürfen. Das Morden im Generellen rechtfertigte er jedoch. Wenn man von jemandem bedroht werde, gebe es zwei Möglichkeiten, kämpfen oder töten, so seine Worte vor Gericht.

Mögliche psychische Probleme

Sein Anwalt Christoph Troßbach sagte, es gebe Indizien, dass der Angeklagte unter psychischen Problemen leide. Bis Ende Februar hat das Landgericht Heilbronn zehn Verhandlungstage eingeplant. 34 Zeugen und vier Sachverständige sollen gehört werden.

Quelle: Focus

Foto: Malte Arnsperger/FOCUS Online

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