Kriminalstatistik NÖ: Mehr Sexualdelikte, weniger Einbrüche

Auch NÖ verzeichnete einen Anstieg an Kriminalität im Jahr 2016. Jedoch weniger als im Bundesschnitt und weit weniger als Spitzenreiter Salzburg und Wien. Auffällig: Die Haus- und Wohnungseinbrüche gingen deutlich zurück, die Sexualdelikte stiegen aber signifikant an.

Sex-Delikte im Vormarsch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

76.079 angezeigte Straftaten gab es im Jahr 2016, das sind um 306 Fälle mehr als im Jahr 2015 und bedeutet somit das zweite Jahr en suite einen Anstieg der Delikte in NÖ. Vom Höchststand der letzen zehn Jahre (2007: 86.080) sind wir in NÖ weit entfernt, leider auch vom Tiefststand (2010: 72.782). 35.897 Verbrechen konnten geklärt werden, das ergibt eine Aufklärungsquote von 47,2 % (beachtliche plus 5,2 %), aber anders gesagt: Mehr als die Hälfte der nö. Delikte bleiben ungesühnt.

Polizeichef zufrieden
Interessant: Eines der Hauptprobleme in NÖ, der Haus- und Wohnungseinbruch, konnte deutlich eingedämmt werden, sank um satte 9,2 %! Auch schwere Verbrechen wie Raub (-3,7 %) oder Mord (seit Jahren auf einem konstant niedrigem Niveau) konnten zurückgedrängt werden. Die Führung rund um Franz Prucher, Vize Rudi Slamanig und Franz Popp zogen am Montag in St. Pölten recht zufrieden Bilanz. Franz Prucher war stolz auf sein Team: “Im Grunde ein sehr gutes Ergebnis, mehr Aufklärung und kein ungeklärtes Kapitalverbrechen.” Der NÖ-Polizeichef hatte erst vor knapp vier Wochen im großen “Heute”-Interview mehr Videoüberwachung gefordert.

Eklatante Anstiege gab es bei Cyber-Crime und sexueller Belästigung. Überhaupt sind die “kleineren” Delikte wie Keller-Einbruch, Fahrraddiebstahl, Körperverletzung eher im Kommen.

Vergleich Österreicher – Nicht-Österreicher

 

 

 

 

 

 

 

Mehr Sexdelikte
Heikel: Bei den Vergewaltigungen gibt es einen Höchststand innerhalb der letzten Dekade: 131 Fälle (plus 4,8 %), im Vergleich zu 2007: ein Plus von knapp 40 %. Signifikant stiegen die Anzeigen bei Sexual-Delikten wie sexuelle Belästigung und öffentlich geschlechtliche Handlungen: 268 Fälle bedeuten ein Plus von 59,5 % gegenüber dem Jahr 2015! Auch in Wien wurde ein Anstieg von über 50 % bei Sex-Delikten verzeichnet!

Von den gut 40.000 ermittelten Tatverdächtigen im Jahr 2016 waren 27.035 Österreicher und 13.477 Fremde, also 2/3 Österreicher und 1/3 Ausländer. Die Fremden werden dabei unterteilt in sonstige Fremde (10.585) und Asylwerber (2.892). Zum Vergleich: 2015 waren es 1.996 tatverdächtige Asylwerber. Das heißt: Rund 31 % mehr verdächtige Asylwerber im Jahr 2016.  Nach Nationalitäten bei den Tatverdächtigen (siehe Tabelle) führen – nach den Österreichern – klar die Rumänen vor Serben, Slowaken, Afghanen und Türken.

Die Statistik bei den Ausländern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum besseren Verständnis: NÖ hatte mit 2016 1.653.691 Einwohner, davon 151.683 Ausländer, also 9,1 % Nicht-Österreicher (Quelle: Statistik Austria, Zahlen 2016).

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Quelle: Heute

Foto: LPD

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