Mutmaßlicher Wiederholungstäter gefasst: Vergewaltigung in Tiengen nach drei Jahren aufgeklärt

Die Polizei hat Ende September einen 21-Jährigen festgenommen, der eine 17-Jährige in Tiengen vergewaltigt haben soll. Nun konnte ihm laut Polizeiangaben eine zweite Tat aus dem Jahr 2013 nachgewiesen werden.

Der Polizei ist es gelungen, nachträglich eine Vergewaltigung in Tiengen aus dem Jahr 2013 aufzuklären. Ein Beschuldigter, der dieses Jahr im September nach einem Sexualdelikt in Tiengen festgenommen wurde und sich in Untersuchungshaft befindet, soll bereits vor drei Jahren eine Frau vergewaltigt haben. Nach der Tat im September wurden von dem Verdächtigen eine DNA-Probe genommen und mit Spuren aus ungeklärten Fällen verglichen. Durch diesen Abgleich gilt er auch für den Fall von vor drei Jahren als Verdächtiger, gibt die Polizei bekannt.

Dem 21-Jährigen wird vorgeworfen, im Juli 2013 eine 18-Jährige nach einer Party im Schwimmbad Tiengen mit einem Messer bedroht und vergewaltigt zu haben. Nach der Tat wurden Spuren gesichert, die dem Täter nach derzeitigem Sachstand zuzuordnen sind. Ein Abgleich des DNA-Musters mit den DNA-Profilen von bereits bei der Polizei erfassten Straftätern erbrachte 2013 noch kein Ergebnis.

Ende September dieses Jahres kam es in Tiengen erneut zu einer Sexualstraftat. Hier soll der Täter an einem Sonntag gegen 2.30 Uhr beim Sulzerring einer 17 Jahre alten Jugendlichen aufgelauert und sie mit Gewalt zu sexuellen Handlungen gezwungen, schildern die Beamten. Anwohner hatten damals Hilferufe des Opfers gehört und sofort die Polizei verständigt. Eine Streife der Bundespolizei, die als erstes am Tatort eintraf, stellte beim großen Parkplatz am Sulzerring zwei Personen zusammengekauert auf dem Boden fest.

Bei dem Festgenommenen handelte es sich um einen 21-Jährigen aus dem Kreis Waldshut. Gegen den Beschuldigten ordnete das Amtsgericht auf Antrag der Staatsanwaltschaft noch am Festnahmetag die Untersuchungshaft an. Bei ihm wurde eine erkennungsdienstliche Behandlung durchgeführt, in diesem Rahmen wurde neben den hierbei üblichen Standardmaßnahmen auch eine DNA-Probe entnommen. Der Abgleich der Erbgutmerkmale des Tatverdächtigen mit den Spuren der Vergewaltigung im Jahr 2013 erbrachte jetzt ein übereinstimmendes DNA-Muster.

Quelle: Südkurier

Foto: Julian Stratenschulte (dpa)

 

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