18-Jähriger in Untersuchungshaft nach Tod einer 87-Jährigen

Nach dem gewaltsamen Tod einer 87-Jährigen in einem Altenheim in Neuenhaus ist das Entsetzen groß. Ein 18-Jähriger soll die Frau am Sonnabend umgebracht haben. Er sitzt nun wegen des Verdachts auf Totschlag in Haft.

Im „Haus am Bürgerpark“ in Neuenhaus herrscht Fassungslosigkeit. Eine 87-jährige Bewohnerin ist in dem Altenheim in der Nacht zu Sonnabend getötet worden. „Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen, aber auch bei unseren Bewohnern und Mitarbeitern“, berichtet Geschäftsführer Dirk Wortelen. Notfallseelsorger kümmern sich um sie.

Für die Tat verantwortlich soll ein 18-jähriger Asylbewerber sein, berichtet die Staatsanwaltschaft Osnabrück. Die Polizei teilt mit, dass es sich um einen Mann aus Somalia handelt. Die Hintergründe sind bislang noch völlig unklar. Die Ermittler rätseln, was der Verdächtige, der wenige Stunden nach der Tat festgenommen wurde, in dem Altenheim wollte. Er wurde am Sonntag dem Haftrichter in Nordhorn vorgeführt und wegen Verdachts auf Totschlag in Untersuchungshaft genommen. Die Leiche der Bewohnerin wurde am Sonntag in der Gerichtsmedizin in Oldenburg obduziert.

Der mutmaßliche Täter war offenbar zwischen 3 und 4 Uhr in das Altenheim eingedrungen. Er stand laut Staatsanwaltschaft in keiner Beziehung zu der 87-Jährigen, die nach GN-Informationen mit ihrem Ehemann in einem Doppelzimmer im ersten Obergeschoss lebte. Auf die Tat aufmerksam wurde ein Altenpfleger, der bei einem Rundgang den jungen Mann auf dem Flur entdeckte. Dieser konnte zunächst flüchten, wurde aber am Samstagmorgen festgenommen.

Quelle: Grafische Nachrichten

Foto: Iris Kersten

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