Mädchen mehrmals in Grazer Schule vergewaltigt (Prozess nach Gruppen-Vergewaltigung an Grazer Schule)

Angeklagt sind sechs Burschen im Alter von 15 und 16 Jahren.

(ein weitere Zeitung berichtet, mit Angaben wer die Täter sind)

“Da ist keine Spur von Reue oder Mitleid”, hält die Staatsanwältin fest und meint die sechs Angeklagten, 15 und 16 Jahre: Drei sollen ein Mädchen mehrmals vergewaltigt haben, drei sexuelle Handlungen mit den Händen vorgenommen haben. Sehr salopp als “begrapschen” bezeichnet das etwas später einer der Verteidiger.

An einem Nachmittag Mitte Mai 2015 soll das passiert sein, in einem Schulgebäude in der Grazer Innenstadt. Drei Angeklagte besuchten diese Schule bis zur vierten Klasse, die 15-Jährige war früher ihre Klassenkollegin. An dem Nachmittag war kein Unterricht, das Gebäude offen. Zunächst wurde gegen 18 Jugendliche ermittelt, unter ihnen auch Mädchen: Sie sollen zugesehen oder Fluchtwege abgeschnitten haben. Doch diese Verfahren wurden mangels Beweisen eingestellt.

 

Wie die Burschen und ihr späteres Opfer (alle Beteiligten haben Migrationshintergrund) aber in das Ärztezimmer der Schule gelangen konnten, wurde im Vorfeld nie geklärt. Auch nicht, ob die 15-Jährige anfangs freiwillig mitging oder gezwungen worden war: Beim Prozess dürfte das erläutert werden, doch nach den Worten der Anklägerin und der Verteidiger darf niemand zuhören, weil es um Jugendliche geht.

 

Bekannt ist aber, dass das Mädchen erst Monate danach vom Übergriff erzählte. Es wechselte die Schule und sprach mit einer Lehrerin, zunächst ging es um Mobbing, erst später um Missbrauch.

“Deutliche Strafe”

Das seelische Leid des Mädchens sei enorm, betont die Staatsanwältin. Sie fordert “eine Strafe, die deutlich macht, dass Gewalt abzulehnen ist”. Die Verteidiger versuchen, die Glaubwürdigkeit des Opfers zu untergraben, denn es habe seine Aussagen mehrfach geändert. “Bei sexuellen Delikten gibt es immer zwei Wahrnehmungen”, kommentiert ein Anwalt. Einer seiner Kollegen geht gar noch einen Schritt weiter: Das Mädchen habe seinen Mandaten mit einem anderen Burschen verwechselt.

Immerhin drei Jugendliche geben sich geständig, wenn auch eher halbherzig. Sein Mandant gebe “das Grapschen” jetzt zu, kündigt ein Verteidiger an. “Er hat sich geschämt und das bisher nicht gestanden.”

Der Prozess wird am Freitag fortgesetzt.

Quelle: kurier

Foto: KURIER/Deutsch

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