Linksautonome planen bereits nächste Eskalationsstufe in Leipzig

In der Silvesternacht bombardierten Linksextremisten Leipziger Polizisten über Stunden mit Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörpern. Mehrere Beamte wurden verletzt. Und die Autonomen planen offenbar bereits die nächste Eskalationsstufe.

Gewaltbereite Linke

Leipzig gilt bundesweit als Hochburg linksextremistischer Straftäter. In der Silvesternacht eskalierte ein Konflikt im Stadtteil Connewitz: Ein 38-jähriger Polizist wurde bei einer Auseinandersetzung mit Linksextremisten schwer verletzt. Dem Mann sowie zwei seiner Kollegen wurden die Helme von den Köpfen gerissen, anschließend attackierten Unbekannte sie.

Der 38-Jährige trug so heftige Verletzungen davon, dass er notoperiert werden musste. Nun ermittelt das Landeskriminalamt wegen versuchten Mordes. Es ist nicht das erste Mal, dass es in der Messestadt zu derartigen Ausschreitungen kommt. Bereits im November vergangenen Jahres hatten vermummte Gewalttäter die 34 Jahre alte Prokuristin einer Immobilienfirma überfallen und verprügelt.

Der Grund: Ein Protest gegen ein in den Augen linker Aktivisten überflüssiges Bauprojekt in Connewitz. Und auch im Oktober gab es Gewaltaktionen aus dem linksextremen Milieu. Unbekannte hatten mehrere Kräne auf Baustellen im Viertel angezündet.

EU-China-Gipfel: Gewalt in Leipzig könnte im Herbst eskalieren

Schon im September könnte es zur nächsten großen Ausschreitung kommen. Denn zu diesem Zeitpunkt kommen in Leipzig sämtliche Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union zum EU-China-Gipfel zusammen. Wie aus einem Bericht des “Spiegel” hervorgeht, verschickte das sogenannte “Autonome Kollektiv Anonymus” bereits wenige Tage vor Weihnachten eine Ankündigung.

Darin heiße es, man freue sich, dass “ein weiteres Mal ein Gipfeltreffen linken Strukturen quasi vor die Haustür gesetzt” werde. Gleichzeitig werde in dem Schreiben auch an den G20-Gipfel 2017 in Hamburg erinnert. Damals war es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten gekommen. Zehntausende hatten im Rahmen von Demonstrationen und Blockaden ihren Protest gegen den Gipfel zum Ausdruck gebracht, bei Ausschreitungen und Polizeiübergriffen wurden hunderte Menschen verletzt.

Die damaligen Zustände würde das “Autonome Kollektiv Anonymus” noch überbieten wollen. Der “Spiegel” zitiert die Vereinigung mit den Worten: “Vollmundig verkündet die Bundesregierung, der EU-China-Gipfel werde ‘größer als G20’. Dann soll es unser aller Ziel sein, den G20 auch zu toppen.” Der Protest solle sich dabei auf die Leipziger Innenstadt fokussieren.

Sächsischer Innenminister: “Gezielte Angriffe auf Menschenleben”

Damit es nicht zu weiteren Ausschreitungen kommt, forderte der CDU-Kreisverband Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) zum Handeln auf. Die “Zeit” zitiert Verbandschef Thomas Feist mit den Worten: “Lange genug haben OB Jung und seine Koalition der Verharmlosung nichts gegen diese demokratiefeindlichen Strukturen unternommen. Wir fordern Konsequenzen aus diesen Ereignissen.”

Jung selbst hatte die aktuellen Ausschreitungen als Linksterrorismus bezeichnet, der sächsische Innenminister Roland Wöller (CDU) sprach von “gezielten Angriffen auf Menschenleben.” Mit der Kritik an Leipzigs Oberbürgermeister macht die CDU den Vorfall in der Silvesternacht zum Thema für den Vorwahlkampf. Jung tritt erneut an. Er habe es zugelassen, dass Leipzig zu einem Hotspot der Linksextremen geworden sei, kreidete ihm Feist an.

Seit dem vergangenen Jahr geht Leipzig mit einer Sonderkommission gegen Linksextremismus vor. Die Soko ermittelt auch im aktuellen Fall.

Seehofer: “Menschenverachtende Gewalt geht auch von Linksextremisten aus”

Auch Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) verurteilt die Gewalt-Eskalation in Connewitz. Er erklärte am Donnerstag via Twitter: “Diese Tat zeigt: Menschenverachtende Gewalt geht auch von Linksextremisten aus.” Er verurteile den brutalen Angriff auf die Polizisten “aufs Schärfste” und forderte Respekt gegenüber den Beamten.

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