Warum schweigen die Angehörigen? sind sie Lämmer?

Auf Tichys Einblick https://www.tichyseinblick.de/meinungen/maedchen-morde-das-schweigen-der-eltern/

befaßt sich ein Artikel unter anderem mit Frauen- und sonstig einschlägigen Morden der letzten Jahre und der Frage, wie es sein kann, daß eine große Anzahl Angehöriger von der Presse einfach ignoriert wird.

Weshalb die Eltern, Verwandten und trauernden Freunde, die inzwischen eine Turnhalle füllen könnten (so Tichy´s), weder Stimme noch Gesicht bekommen.

Keine Journalisten oder Sensationsreporter, kein TV, keine Trauerfeier-Termine, keine Trauerrexperten, keine Millieureportage, kein Bericht über die Lebensverhältnisse, Geschwister u.ä.

Bereits bei dem Anschlag auf den Breitscheidplatz erfuhr man wenig über die Opfer. Ähnlich in London. Man mußte schon in die Presse der Heimatländer der Opfer gehen, um die Berichte zu finden, die man auch hierzulande erwartet hätte.

Diese Frage zum allgemeinen Schweigen stellen sich viele.

Einer der wenigen, die sich äußerten war in Schweinfurt der Vater eines Opfers, der auch sogleich vorort und in der Presse gebasht wurde. http://kein-freiwild.info/2018/09/11/vater-spricht-ueber-die-ermordung-seines-sohnes-durch-syrer-linke-bruellen-ihn-nieder/

Ein weiterer Fall war die Klage von Eltern eines Opfers gegen Björn Höcke, er habe den Tod (von Mord wurde meines Erinnerung nach von Elternseite nicht gesprochen) für seine eigene rechtspopulistische Agenda instrumentalisiert. Das Gericht sprach Höcke von diesem Vorwurf frei.

Vergleicht man das emsige Befragen (man google) von Flüchtlingsopfern, so ist dieses Schweigen geradezu eisig zu nennen.

Hier ein paar mögliche Szenarien, wie es dazu kommen könnte:

Man legt den Angehörigen in ihrem Schock nahe zu schweigen und verspricht ihnen Ruhe vor den Reportern. Dieser Deal ist in so einer Schocksituation definitiv verlockend.

Das Angebot kann man würzen mit Hinweisen, daß man die Berichterstattung unter Umständen nicht unter Kontrolle hätte und es ja nun doch lästig sei, wenn Reporter bei Freund, Feind, Arbeitgebern und Nachbarn evtl. unangenehme Fragen stellen, aus denen noch unangenehmere Antworten generiert werden könnten. Aber „man“ habe die Reporter in Griff und könne sie bitten, Abstand zu halten, was „man“ natürlich jederzeit gerne für die trauernden Angehörigen täte.

Nächster Zusatz: Aussagen könnten laufende Ermittlungen, Fahndungen und den Prozess beeinträchtigen. Wer wollte sich nachsagen lassen Schuld daran zu sein, daß dabei etwas schief läuft?

Haben sich die Eltern bereiterklärt zu schweigen, werden das auch alle Angehörigen, Bekannte und Nachbarn tun, aus Respekt. Und: man will sich ja auch nicht in die Nesseln setzen.

Nächster Zusatz: lassen Sie sich nicht politisch instrumentalisieren und benutzen. Dies könnte bevorzugt aus dem Kreis der Seelsorger und bereitstehender Sozialarbeiter/Kriseninterventionisten und Co. vorgebracht werden, die tröstend und beratend zur Seite stehen.

Das alles sollte eigentlich ausreichen, das Schweigen dauerhaft zu manifestieren. Insbesondere die Berater und Tröster haben eine Schlüsselrolle, den Schock in Trauer zu transformieren und zu verhindern, daß Wut und Ärger entstehen. Ab einem bestimmten Zeitpunkt hält sich das Schweigen von selbst, da man nicht mehr an das Entsetzliche erinnert werden will. Man braucht seine Kraft zum Weiterleben und ob man sich selbst Vorwürfe macht ob des Geschehenen, das will man sowieso keinem Fremden, ja meist noch nichteinmal seiner Familie auf die Nase binden. „Besser“, man geht in Therapie.

Ob das so läuft? Da müßte man einmal den mutigen Vater fragen, der aus der Schweigespirale heraustgetreten ist. Warum hat das noch niemand getan?

Daß tatsächlich blatante Drohung oder Bestechung im Spiel ist, erscheint sehr unwahrscheinlich, wenn auch nicht ausgeschlossen. Der Vater hat nichts dergleichen erwähnt, so daß man von subtilen Beeinflussungsmethoden ausgehen sollte.

Es ist zudem wahrscheinlich, daß es bzgl. der Presse eine freiwillige Selbstverpflichtung zur „Zurückhaltung“ gibt, wie es auch für Selbstmorde seit Jahrzehnten üblich ist, um „Ansteckung“ und Nachahmung zu vermeiden. Und wo kein Fragesteller, da kein Antworter.

In USA findet man seit vielen Jahren zur Abschottung der Opfer-Angehörigen die Crisis Actors. Hierzulande ist mir soetwas noch nicht aufgefallen. Wahrscheinlich, weil es für deren Einsatz keine Geldgeber gibt. Aber es dürfte deutlich sein, daß die Presse und Politik die Methode der Nicht-Berichterstattung aus den USA übernommen hat, wobei es in USA zumindest noch die Pseudo-Berichterstattung mittels Schauspieler gibt.

Es bleibt aber immer noch die Frage, wie es sein kann, daß so viele in die Sache involvierter Menschen sich mit keinem Satz äußern. Es ist die ähnliche Frage die sich stellt, wenn man davon ausgeht, daß die Mondlandung gefälscht ist oder 9/11 das ganze Gold unter dem WTC im Schatten der Ereignisse heraustransportiert wurde oder oder oder. Das Schweigen erscheint undurchdringlich.

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