Gruppenvergewaltigungen in Velbert: Nach Urteil Schreie und Tränen – bei den Angehörigen der Täter

In einem Schwimmbad in Velbert hatten die Jugendlichen ihr Opfer belästigt, später lauerten sie ihr auf und vergewaltigten sie brutal.

„Ich bin seit 25 Jahren Strafverteidiger, aber so etwas habe ich bislang nicht gesehen“, sagte Christoph Pipping zu “Spiegel Online”. Er war als Strafverteidiger des mit 17 Jahren ältesten Angeklagten im Prozess der Gruppenvergewaltigungen von Velbert.

Am Montag fiel das Urteil gegen die Bande von Jugendlichen, die im April ein Mädchen (13) auf dem Heimweg aus dem Schwimmbad in einen Wald zerrte und mehrfach brutal vergewaltigte. Nur dem mutigen Einschreiten einer Passantin ist es zu verdanken, dass nicht noch Schlimmeres passierte.

Gruppenvergewaltigungen von Velbert: Schreie und Tränen nach Urteilsverkündung

Während des Verfahrens wurde auch das Handy-Video der Tat gezeigt, das einer der Angeklagten während der Tat gemacht hatte. „Das war schwer zu ertragen“, so Rechtsanwalt Pipping gegenüber “Spiegel Online

Während der Urteilsverkündung gab es Tränen bei den Angehörigen der Jugendlichen. Die Mütter sollen auf dem Flur des Gerichtssaals geschrien haben. Dabei sind ihre Söhne noch relativ glimpflich davongekommen.

Denn die Ankläger hatten auf sieben Jahre Haft für den einen, fünf Jahre und acht Monate für den anderen Haupttäter plädiert. Das Gericht blieb unter dieser Forderung.

Ein Gerichtssprecher sagte über den Hauptangeklagten (15): „Er hat die Tat bis zum Schluss bestritten und behauptet, dass der Sex einvernehmlich gewesen sei.“

Mädchen musste aussagen

Da sich bis auf einen 17-Jährigen die anderen Angeklagten sich Opfer nicht entschuldigten und die Tat herunterspielten, blieb dem 15-jährigen Mädchen auch eine Aussage vor Gericht nicht erspart.

Sie soll gefasst gewirkt haben. Und das obwohl die Schilderungen der Tat schockierend klingen.

Auf dem Heimweg aus einem Schwimmbad hatten die Jugendlichen das Mädchen (13) in ein Waldstück gezerrt. Die beiden Hauptangeklagten vergewaltigten sie, die übrigen vier schauten zu. Nach einer kurzen Unterbrechung gingen sie ein paar hundert Meter zu einem Parkplatz. Hier vergewaltigten sie das Mädchen erneut.

Dann wollten sie das Mädchen offenbar zunächst gehen lassen, holten sie dann wieder zurück. Erst dann wurden die Jugendlichen von einer Spaziergängerin gestört.

Zwei Mittäter warten auf Prozess

Der Prozess fand wegen des Alters der Angeklagten unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Gegen zwei mutmaßliche Mittäter soll demnächst der Prozess beginnen.

Die 14 und 15 Jahre alten Jugendlichen hatten sich nach der Tat mit ihren Familien in ihre Heimat nach Bulgarien abgesetzt und waren dort ergriffen worden.

https://www.derwesten.de/region/gruppenvergewaltigungen-velbert-urteil-wuppertal-id215518429.html

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