Sexualstraftäter: Polizei sucht drittes Opfer

Die Polizei und Staatsanwaltschaft Ulm sind auf der Suche nach einem möglichen dritten Opfer eines vermeintlichen Sexualverbrechers. Dieser steht bereits unter dem Verdacht zwei Frauen in Ulm sexuell belästigt zu haben.

Alle drei Taten geschahen kurz hintereinander in der Nähe des Ulmer Kobelgrabens.

Auch bei der dritten Tat kommt nach Einschätzung von Polizei und Staatsanwaltschaft der inzwischen festgenomme, 23 Jahre alte Mann in Frage. Jedoch hat sich hier das Opfer noch nicht bei den Behörden gemeldet.

Die Tat, bei der die Polizei nun nach dem Opfer sucht, ereignete sich am Samstag, 28. April, zwischen 4 Uhr und 5 Uhr. Ein Zeuge hatte beobachtet, wie an der Neuen Straße zwischen Busbahnhof und Kobelgraben ein Mann und eine Frau miteinander rangen. Beide waren teils entkleidet. Der Mann habe versucht, die Frau zu Boden zu drücken.

Zeuge meldet den Vorfall erst später

Als der Unbekannte den Zeugen sah, flüchtete er. Der Zeuge half der Frau weiter, stand ihr zur Seite. Allerdings verständigten die Beiden zunächst nicht die Polizei. Erst später teilte der Zeuge das Ereignis der Polizei mit. Das Opfer selbst hat sich bislang nicht gemeldet.

Jetzt sucht die Polizei nach ihr. Denn nähere Umstände zum Vorfall sind den Beamten nicht bekannt. Jedoch könnte es sich bei dem Täter ebenfalls um den 23-Jährigen handeln, der im Verdacht steht, in zwei Fällen ebenfalls jeweils eine Frau belästigt zu haben. Dies vermuten zumindest die Ermittlungsbehörden.

Frau wird gebeten, sich zu melden

Sie bitten deshalb die Frau, die am 28. April zwischen 4 Uhr und 5 Uhr an der Neuen Straße beim Busbahnhof in Ulm angegriffen wurde, sich unter der Telefonnummer 0731/1880 zu melden. Auch weitere Zeugen des Vorfalls bittet die Polizei, sich zu melden.

Die beiden Taten, die die Polizei dem Verdächtigen zuordnet, ereigneten sich kurz danach – nur einen (29. April) beziehungsweise zwei Tage (30. April) später.

Opfer wehrten sich

Eine 41-Jährige war am Abend des 30. April von einem Mann ebenfalls aus der Fußgängerzone in die Nähe des Kobelgrabens gelockt worden. Dort berührte er die Frau unsittlich und versuchte, sie zu entkleiden. Die 41-Jährige setzte sich jedoch massiv zur Wehr. Passanten wurden auf die Situation aufmerksam. Der Mann flüchtete.

Am Tag zuvor, am 29. April, wurde ebenfalls eine Frau angegriffen. Die Frau war gegen 8 Uhr im Bereich des Kräutergartens am Kobelgraben zu Fuß unterwegs. Vom Bahnhof her kam ihr ein Mann mit offener Hose entgegen. Er sprach die Frau an, hielt sie fest und berührte die Frau unsittlich. Die 28-Jährige setzte sich zur Wehr und schrie. Sie konnte sich befreien und rannte weg. Am Busbahnhof Ost stieg sie in einen Bus und verständigte die Polizei. Der Mann flüchtete.

Mann sitzt in Untersuchungshaft

Die Polizei nahm sofort die Ermittlungen auf. Spezialisten sicherten die Spuren. Die Behörden stießen im Zuge ihrer Ermittlungen auf weitere Zeugen. Darunter war auch ein Mann, der konkrete Hinweise auf den Verdächtigen geben konnte. Anhand dieser Hinweise gelang es den Behörden, den 23-Jährigen zu identifizieren. Anfang Mai nahmen ihn Ermittler in Günzburg fest. Er ist seither in Untersuchungshaft.

Quelle: https://www.schwaebische.de/landkreis/alb-donau-kreis/ulm_artikel,-sexualstraft%C3%A4ter-polizei-sucht-drittes-opfer-_arid,10881608.html

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