Jobcenter zahlt Mutter plötzlich kein Hartz IV mehr

Sehr komisch, unseren Gäste hilft man wo man kann, denen wird auch gern mal der Hartz IV Bescheid ausgefüllt und wenn es nötig ist werden sie auch gleich mal zum Job-Center gefahren, alles kein Problem.

Aber eine alleinstehende Mutter, die muss man ja nicht helfen warum auch. Was wir am schlimmsten finden ist, dass Kind braucht Insulin was die Mutter nicht kaufen konnte.

Hier läuft gewaltig etwas schief in diesem Land!

Zwischenzeitlich musste die Mutter mit Lebensmittelgutscheinen vom Jobcenter einkaufen gehen.

Es war ein kleiner Schock, als Britta K. (Name von der Redaktion geändert) aus Herford kurz vor Ostern auf ihr Konto guckte. Denn eigentlich hätten dort wie immer am Ende des Monats die 416 Euro vom Jobcenter drauf sein müssen. Eigentlich!

Denn dieses Mal fand die alleinstehende Mutter einer kleinen Tochter nur gähnende Leere vor. “Bisher gab es noch nie Probleme”, erzählt die langjährige Hartz IV-Empfängerin gegenüber der Neuen Westfälischen.

“Ostern ohne Geld, das ist schlimm.” Insbesondere ihre Tochter litt darunter. “Die hat natürlich geweint, als der Osterhase nicht kam.”

Regelmäßig müssen Menschen, die Arbeitslosengeld II beziehen, einen Weiterbewilligungsantrag ausfüllen. Obwohl sie diesen in der Vergangenheit immer per Post zugeschickt bekam, fand sie die Unterlagen dieses Mal nicht in ihrem Briefkasten.

“Ein technischer Fehler”, hieß es laut Britta K. vom Jobcenter. Ihr selbst sei es nicht mal aufgefallen, dass der Antrag nicht gekommen ist. “Ich habe auch andere Dinge im Kopf.”

Ursula Obereiner, die als Pressesprecherin beim Jobcenter in Herford arbeitet, widerspricht: “Die Leistungsberechtigten müssen selbst dafür Verantwortung übernehmen, dass ihr Antrag fristgerecht eingeht.”

Wie lange die Bezüge bewilligt wurden, stehe immer im bisherigen Bescheid. Normalerweise muss nach einem halben oder ganzen Jahr ein neuer Antrag ausgefüllt werden. Der sollte rechtzeitig, also gut zwei bis vier Wochen vor Ablauf der Frist, eingereicht werden.

Dass die Mutter, die 20 Jahre lang in Nachtschicht gearbeitet hat, die Unterlagen stets per Post zugeschickt bekommen hat, sei lediglich ein Service gewesen. Das Jobcenter sei dazu nicht verpflichtet. “Darauf kann man sich nicht verlassen”, stellt Obereiner klar.

An Ostern fehlten bei Britta K. nicht nur die Geschenke, sondern auch ein Festessen. Es gab Nudeln mit Fertigsoße aus der Tüte. “Für andere Lebensmittel hatte ich kein Geld.” Auch für ihr Insulin, das sie als Diabetikern benötigt, fehlte das nötige Geld.

Ihr Vermieter fragte bereits nach der Miete und ihren Telefon- und Internetanschluss konnte sie ebenfalls nicht bezahlen. “Dadurch ist einiges an Gebühren zusammengekommen, das jetzt natürlich im Haushaltsgeld fehlt.”

Nachdem sie beim Jobcenter anrief, sagte man ihr, die zuständige Sachbearbeiterin sei “krank oder im Urlaub”.

“Ich war wirklich wütend. Ich bin da hingefahren und habe Radau gemacht.”

Zwischenzeitlich musste die Mutter mit Lebensmittelgutscheinen vom Jobcenter einkaufen gehen.

“Es war mir oberpeinlich, mit den Gutscheinen einkaufen zu gehen. In dem Laden kennen mich doch alle.”

Mitte April soll wieder Geld kommen. “Ostern feiern wir jetzt nach”, kündigte die Hartz IV-Empfängerin an.

Quelle: https://www.tag24.de/nachrichten/herford-hartz-iv-weiterbewilligungsantrag-jobcenter-geld-kommt-nicht-ostern-530005#article

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