Kind (5) angefahren, Familie rastete aus

Knast für Familienvater, der Unfallzeugin verprügelte

Au­gen­zeu­gin Mar­ti­na S. (50; Name ge­än­dert) wurde nach einem Un­fall von der Fa­mi­lie des an­ge­fah­re­nen Kin­des (5) in Düsseldorf-Flin­ger ver­prü­gelt. Jetzt wurde der Fall vor dem Amts­ge­richt Düs­sel­dorf ver­han­delt.

Sie erlitt u.a. eine Platzwunde, ihr gebrochener Augenboden musste durch ein Titan-Implantat ersetzt werden

 

 

 

Laut Staats­an­walt­schaft soll der an­ge­klag­te Bran­ko M. (32) im Mai 2017 Mar­ti­na S. erst be­lei­digt, ihr dann eine Ohr­fei­ge ver­passt und ihr dann zweimal mit der Faust ins Ge­sicht ge­schla­gen haben. Sein Vater Zi­vi­ta (55) soll die 50-Jäh­ri­ge an den Ohren ge­packt und ge­schüt­telt haben.

Rückblick

Am 20. Mai 2017 gegen 12 Uhr rannte Brankos damals fünfjährige Tochter ohne zu gucken auf der Junkerstraße in Düsseldorf und kollidierte mit einem vorbeifahrenden Golf-Cabrio.

Weil das kleine Mädchen ein implantiertes Hörgerät trägt, kann ein Sturz auf den Kopf schlimmste Folgen haben. Entsprechend geschockt reagierten die Eltern und der Großvater.

Doch kurz danach eskalierte die Unfallsituation völlig.

Weil die Männer die Unfallfahrerin (51) anschrieen, nahm Martina S. die Golf-Fahrerin in Schutz. Daraufhin nahmen Branko M. und seinen Vater sie ins Visier.

Gleich zu Beginn der Verhandlung räumte Bran­ko M. (32) die Tat ein: „Im Schock habe ich ein-, zweimal rum­ge­fuch­telt. Ich ent­schul­di­ge mich dafür, was pas­siert ist.“

Doch die bei Mar­ti­na S. fest­ge­stell­ten Ver­let­zun­gen deu­ten auf we­sent­lich ge­ziel­te­re und hef­ti­ge­re Schlä­ge hin.

In der Uniklinik musste ihr ge­bro­che­ner Au­gen­bo­den durch ein Ti­tan-Im­plan­tat er­setzt wer­den. Sie erlitt durch die Schläge eine Platz­wun­de am Kopf, musste monatelang Schmerzmittel nehmen und lei­det bis heute unter Angst­zu­stän­den.

Das knall­har­te Ur­teil

Bran­ko M. (nicht vorbestraft) muss wegen ge­fähr­li­cher Kör­per­ver­let­zung 1 Jahr und 6 Mo­na­te ohne Bewährung in den Knast.

Sein Vater (nicht vorbestraft) wurde wegen ein­fa­cher Kör­per­ver­let­zung zu insgesamt 1000 Euro Geld­stra­fe ver­ur­teilt. Ihre An­wäl­te wol­len da­ge­gen in Be­ru­fung gehen.

Dem Mädchen geht es nach dem Unfall und einem gebrochenen Bein wieder gut.

Quelle: http://www.bild.de/regional/duesseldorf/urteil/urteil-wegen-unfallpruegelei-54668172.bild.html

Foto: Michael Gstettenbauer

Quelle: http://www.bild.de/bild-plus/regional/duesseldorf/schlaegerei/nach-unfall-wegen-kleiner-natascha-51882006,view=conversionToLogin.bild.html

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