Kinderarzt in Praxis angegriffen

Zwei Männer haben einen Kinderarzt in Neumünster kurz vor Weihnachten in seiner Praxis angegriffen. Grund: Der Vater eines Jungen und seinem Begleiter ging die Behandlung nicht schnell genug.

Die beiden Männer seien nach einem Bericht des Holsteinischen Courier mit einem Jungen in die Praxis eines, in Neumünster ansässigen Kinderarztes aufgetaucht. Nachdem das Kind nicht sofort behandelt wurde, traten der Vater des Jungen und sein Begleiter laut dem Praxispersonal aggressiv auf. Auch nachdem ihnen zugesichert wurde, dass sie die Nächsten seien, pöbelten die beiden Männer weiter herum: „Ich habe versucht, sie zu beruhigen, gesagt, sie seien gleich an der Reihe. Aber das wollten sie nicht hören. Der eine wollte mir gleich eine donnern“, so der Arzt.

Als er sie aufforderte, in eines der Behandlungszimmer zu gehen oder die Praxis zu verlassen, seien die beiden Männer so richtig aggressiv geworden. Hätte sich nicht ein Patientenvater dazwischen gestellt, hätte der Arzt bereits hier einen Faustschlag abbekommen.

Nachdem  die Polizei alarmiert wurde, verließen die beiden Männer mit dem Kind unter lautstarkem Pöbeln die Praxis, rissen Sachen vom Tresen und von der Wand. Einer der beiden Aggressoren kehrte noch einmal zurück und versetzte dem Arzt einen Schlag auf den Hinterkopf und zerriss ihm das Hemd.

Wie der Holsteinische Courier weiter berichtete, hatten zwei Kinder einen Schock erlitten und wurden mitsamt dem Arzt in ein Krankenhaus verbracht gebracht.

Dorthin hatten sich auch die beiden Männer mit dem Jungen aufgemacht, die Polizei stellte dort die Personalien der beiden, nicht näher beschriebenen Männer fest.

Der Kinderarzt sei seit dem Vorfall krankgeschrieben. Ein Psychologe müsse klären, ob der Vorfall Folgen für ihn habe, da er angstfrei weiter behandeln können müsse. Dies sei eine neue Dimension von Gewalt, die er so noch nicht erlebt habe. Der Arzt stellte Anzeige wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung.

Quelle: http://www.journalistenwatch.com/2017/12/29/kinderarzt-in-praxis-angegriffen/

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