Richter platzte Kragen: Krimineller Libyer schon wieder vor Gericht

Der Fall machte bundesweit Schlagzeilen:
Ein Richter am Amtsgericht Zwickau hatte einen libyschen Angeklagten in die Mangel genommen.

Unter anderem hatte Richter Stephan Zantke zu dem abgelehnten Asylbewerber laut „Bild“-Zeitung gesagt: „Wenn es bei uns so sch… ist, warum sind sie denn hier.“

Kaum hatte ihn Zantke in der vergangenen Woche verurteilt, stand Mohammed F. am heutigen Dienstag schon wieder vor Gericht. Das Landgericht Zwickau bestätigte eine einjährige Haftstrafe auf Bewährung, die der Libyer wegen eines Bierflaschen-Angriffs vom Amtsgericht Zwickau bekommen hatte, wie ein Sprecher FOCUS Online mitteilte.

Mohammed F. ist der Justiz in Sachsen mittlerweile gut bekannt. Denn seit seiner Ankunft in Deutschland Mitte 2015 fällt der heute 29-Jährige immer wieder durch Verbrechen auf, wie das Amtsgericht Zwickau auf FOCUS Online-Anfrage bestätigte.

Die lange Liste seiner Taten: Im Februar 2016 wird Mohammed F. wegen eines Ladendiebstahls zu einer Geldstrafe verurteilt. Mitte Juli 2016 streitet er sich dann gegen Mitternacht auf offener Straße mit einem 55 Jahre alten Marokkaner. Der betrunkene Mohammed F schubst seinen Widersacher zu Boden und attackiert ihn mit einer abgebrochenen Bierflasche. Das Opfer erleidet Schnittverletzungen im Gesicht. Zwei Wochen später wird Mohammed F. mit 13 Gramm Haschisch vor der Asylbewerberunterkunft erwischt.

Mann randaliert und droht

Zwischen November 2016 und April 2017 beschäftigt er die Polizei in Zwickau beinahe monatlich. Mehrfach randaliert er im Asylbewerberheim, zerbricht Lampen, schmeißt ein Bett und einen Tisch aus dem Fenster, bedroht andere Asylbewerber mit dem Messer, attackiert Security-Mitarbeiter. Zweimal fällt er in Zwickauer Bars auf und wird rausgeworfen. Vor einem Club gerät er dabei auch mit Polizisten aneinander, wehrt sich gegen die Festnahme, bespuckt eine Polizeibeamtin. In einem Supermarkt beschimpft er eine Mitarbeiterin mit den Worten „Nazi-Hure“ und „Scheißdeutsche“. Er wirft eine Bierflasche auf einen Vater mit seinen drei Kindern, die dem Geschoss aber ausweichen können.

Straftaten durch Zuwanderer sinken bundesweit

Bundesweit ging die Zahl der Straftaten durch Zuwanderer im ersten Halbjahr 2017 im Vergleich zur zweiten Jahreshälfte 2016 leicht zurück. Insgesamt waren Flüchtlinge und Asylbewerber laut Bundeskriminalamt in 133.800 Fällen verdächtig. (2. Halbjahr 2016: 139.600 Fälle).

In Sachsen hingegen stieg die Kriminalität durch Zuwanderer, wie das Landeskriminalamt auf Anfrage von FOCUS Online mitteilte.

Im ersten Halbjahr waren Zuwanderer bei 10.187 Taten (13 Prozent aller Taten) verdächtig.

Das ist ein Anstieg gegenüber 2016. Damals waren es noch 9479 Fälle (11,3 Prozent aller Tatverdächtigen)

Beim Blick auf die einzelnen Deliktfelder ist dem LKA Sachsen zufolge der Anteil der Zuwanderer besonders hoch bei Taten gegen das Leben, Raub, Ladendiebstahl, Vergewaltigungen, Nötigung sowie Schwarzfahren. Bei all diesen Delikten lag der Anteil der Zuwanderer bei über 20 Prozent. Und bei all diesen Taten ergab sich ein Anstieg gegenüber 2016.

Mohammed F. ist bei all diesen Taten betrunken. Im Prozess sagt er, die Taten könnten sich so ereignet haben, er erinnere sich aber nicht an die Einzelheiten. Ein Gutachter hält ihn für vermindert schuldfähig.

Staatsanwalt und Verteidiger plädieren auf eine Haftstrafe von 15 Monaten auf Bewährung.

Quelle: http://www.focus.de/politik/deutschland/fall-in-zwickau-richter-platzte-kragen-krimineller-libyer-schon-wieder-vor-gericht_id_7973383.html

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