Polizisten empört: Behörden lassen linksautonome Trutzburg nach G20-Gewalt in Ruhe

Die Eskalation der Proteste beim G20-Gipfel in Hamburg hat weltweit Schlagzeilen gemacht. In Deutschland haben die Gewaltexzesse im Juli eine Debatte über linke Gewalt ausgelöst.

Dabei rückte das linke Zentrum „Rote Flora“ in den Fokus. Es gab markige Worte. So sagte Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD): „Mir ist der Geduldsfaden gerissen.“ Sogar eine Räumung des seit vielen Jahren besetzten ehemaligen Theaters stand im Raum. Doch der Druck auf das linke Zentrum ist einem Bericht der „Welt“ zufolge eher gering.

Die Zeitung nennt zwei Beispiele: Seit dem Ende des Gipfels sei die Polizei nur noch einmal dort aufgetaucht – um ein Plakat abzuhängen. Und selbst bei den bundesweiten Razzien gegen die linke Szene und mögliche G20-Randalierer vor einigen Tagen sei die „Rote Flora“ unbehelligt geblieben. Das kommt bei der Polizei offenbar nicht gut an. Laut „Welt“ wurde der Hamburger Innensenator Andy Grote auf einer Personalversammlung der Polizei auch zur „Roten Flora“ befragt. Einige Beamte hätten seine Antwort so verstanden, dass der Senat Vorbehalte gegen eine Räumung habe – und seien darüber empört.

Grote wollte sich gegenüber der Zeitung nicht zu der nicht-öffentlichen Sitzung äußern. Er sagt aber, die Haltung der Stadt habe sich nicht geändert: „Die Rote Flora hat ihr Verhältnis zur Gewalt zu klären.“ Keine einzige mögliche Konsequenz sei derzeit auszuschließen. In den vier Monaten seit dem G20-Gipfel ist es der Stadt offenbar nicht gelungen, eine solche Klärung zu erreichen.

Quelle: http://www.focus.de/politik/deutschland/rote-flora-in-hamburg-polizisten-empoert-behoerden-lassen-linksautonome-trutzburg-nach-g20-gewalt-in-ruhe_id_7953189.html

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