27-Jähriger soll eine blinde Frau missbraucht haben

Ein Mann steht vor Gericht, weil er eine blinde, schwerhörige und stumme Frau vergewaltigt haben soll. Der Staatsanwalt fordert fünf Jahre Haft.

Vor dem Strafgericht Lausanne muss sich ein 27-jähriger Nigerianer verantworten, der sich illegal in der Schweiz aufhält.

Er soll eine Frau, die blind, schwerhörig und stumm ist, vergewaltigt haben.

Zuerst habe er verneint, die Tat begangen zu haben, so die Anklage. Dann habe der Mann zugegeben, in das Opfer eingedrungen zu sein.

Von den schweren Beeinträchtigungen der Frau will der 27-Jährige nach wie vor nichts bemerkt haben. Er habe die junge Frau, die in einem Spital untergebracht ist, in Prilly VD getroffen und angesprochen: «Ich sagte Hallo. Sie sagte Hallo. Ich habe ihr zugelächelt. Sie hat mir zugelächelt.» Es sei ihm lediglich aufgefallen, dass die Frau nicht sehr gut sprach.

Der Mann war der Justiz bereits bekannt

Mithilfe eines Dritten haben die beiden ihre Nummern ausgetauscht. So kam es zu einem Wiedersehen. «Sie hat mit mir gesprochen», sagt der Mann, der nur Englisch spricht. Zu keiner Zeit habe er bemerkt, dass das Opfer nicht einverstanden sei. Die Frau, die sich nur über einen Gebärden-Dolmetscher ausdrücken kann, habe ihrer Krankenschwester jedoch berichtet, dass sie nicht so schnell eine Beziehung wollte.

Trotz der Ablehnung des Opfers ist der Nigerianer in die Frau eingedrungen, nachdem er sie zum Masturbieren genötigt haben soll. Der Mann, der der Justiz bereits bekannt war, wurde daraufhin verhaftet. Das Opfer fürchtet sich nun davor, dass der Mann wieder aus der Haft entlassen wird.

Der Staatsanwalt fordert fünf Jahre Gefängnis. Das Urteil wird am Freitag erwartet.

Quelle: http://www.20min.ch/schweiz/romandie/story/10050670

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