Anwalt nennt Vergewaltigungen von Frauen „nationale Pflicht“

Der ägyptische Anwalt Nabih al-Wahsh hat mit einer Aussage für einen Riesen-Skandal gesorgt: In einer TV-Sendung nannte er es eine „nationale Pflicht“ der Ägypter, Frauen in zerrissenen Jeans zu belästigen und zu vergewaltigen.

In der Fernsehdebatte beklagte der erzkonservative Anwalt laut der Zeitung „The Independent“ die Kleidung, die junge Frauen in Ägypten heutzutage tragen. Insbesondere lehnte er zerrissene Jeans ab.

„Ich sage, wenn ein Mädchen so herumläuft, es ist eine patriotische Pflicht, sie sexuell zu belästigen und eine nationale Pflicht, sie zu vergewaltigen“, zitiert ihn das Blatt.

Diese Aussage löste in der TV-Show und auch landesweit Entrüstung aus. Der Nationale Frauenrat kündigte laut der Zeitung an, eine Beschwerde gegen den TV-Sender und al-Wahsh selbst einreichen zu wollen. Laut der Leiterin des Rates, Maya Morsi, hat der Anwalt mit seinen Äußerungen gegen die ägyptische Verfassung verstoßen, die Frauen vor Gewalt schützt.

Al-Wash hat Medienberichten zufolge inzwischen erklärt, seine Worte seien eigentlich eine Forderung nach härteren Strafen für sexuelle Belästigung gewesen. „Mädchen müssen sich respektieren, damit andere sie respektieren. Der Schutz der Moral ist wichtiger als der Schutz der Grenzen“, sagte er laut „The New York Post“.

Die ägyptische Hauptstadt Kairo war im vergangenen Monat in einer internationalen Umfrage als die gefährlichsten Großstadt für Frauen anerkannt worden.

Quelle: https://de.sputniknews.com/panorama/20171102318129007-aegypten-anwalt-vergewaltigung-frauen-nationale-pflicht/

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