Wie in dieser Stadt die Zahl der Vergewaltigungen um 50% reduziert wurde

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An Kenias einzigartiger Methode, Vergewaltigungen zu verhindern, sollte sich der Rest der Welt ein Beispiel nehmen und nachmachen! Denn dank dieser wurde die Zahl der sexuellen Gewalttaten tatsächlich massiv reduziert.

Anmerkung von uns dazu: Hoffen wir mal nicht das sie jetzt hier bei uns sind?, es kommt einem manchmal so vor!

Über Jahre hinweg gab es in Kenia ein massives Problem mit sexuellen Übergriffen sowie Vergewaltigungen: beispielsweise jede vierte Frau in der Hauptstadt Nairobi erlebte mindestens einmal sexuelle Gewalt. Und vor allem Schulmädchen wurden Opfer von Vergewaltigungen – oftmals durch ihre eigenen Freunde.

Daher startetet die Gruppierung „No Means No Worldwide“ (übersetzt: „Nein bedeutet weltweit Nein“) 2010 zunächst Selbstverteidigungskurse an Schulen für Mädchen. Damit wollte man den Mädchen Selbstvertrauen geben und sie bestärken.

Als nächsten Schritt begann man dann ebenso mit eigenen Kursen für die Schulburschen mit dem Namen „Your Moment of Truth“ (übersetzt: „Dein Moment der Wahrheit“). Denn viele der Burschen dachten erschreckenderweise, dass eine Vergewaltigung „gerechtfertigt“ wäre, wenn man das Mädchen auf ein teures Abendessen einlädt, wenn sie alleine in der Nacht unterwegs waren oder wenn sie einen kurzen Rock tragen.

Durch einen Ethik-Unterricht, der den jungen Männern mehr Respekt vermittelte, sanken die Zahlen der Vergewaltigungen auf beeindruckende Weise: Es gab schon nach einem Jahr in den Gebieten, wo die Kurse angeboten wurden, 51% weniger Vergewaltigungen und 73% der Jungen griffen darüber hinaus ein und halfen dabei, Vergewaltigungen zu verhindern. Außerdem wurde auch die verbale Belästigung mit untergriffigen Sprüchen und Ähnlichem weniger.

Dadurch, dass man Kinder schon in jungem Alter beibrachte, das Richtige zu tun und sich dafür einzusetzen, veränderte sich auch deren prinzipielle Einstellung gegenüber Frauen. Und daher kann Bildung der Schlüssel sein für eine langfristige Veränderung unserer Gesellschaft.

Bisher setzt man auch bei uns immer viel zu sehr auf das, was Frauen tun könnten, um Vergewaltigungen zu verhindern. Dabei sollte man nicht bei den Opfern ansetzen, sondern bei den Tätern. Denn diese Vorgehensweise ist nicht nur nicht effektiv, sondern verlagert auch die Schuld zu den Opfern: Hätte sie doch nichts getrunken. Hätte sie doch nicht mit ihm geflirtet. Hätte sie doch nicht diese sexy Bluse angezogen. All diese Anschuldigungen sind eine Verschiebung der Schuld einer Gewalttat.

Die Welt sollte sich hier ein Beispiel an Kenia nehmen: Bringen wir allen unseren Männern bei, dass Vergewaltigungen IMMER – egal, wie die Begleitumstände sind – falsch sind und mit absolut nichts zu rechtfertigen sind.

Quelle: https://www.woman.at/a/vergewaltigungen-reduziert-kenia-wie

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