Das verpfuschte Leben von Marias Killer

Anmerkung von uns zum nachfolgenden Text unten.

Es ist unglaublich mit was für Ausreden dieser Mensch kommt, wir hoffen das keiner vergessen hat, dass er sie nicht nur Vergewaltigt hat.

Er selber hat angeblich Gewalt erfahren, dass hindert ihn aber wohl nicht daran anderen Leid zu zufügen und das nicht nur einmal.

Hussein K. (wahrscheinlich 22) kam schwer bewacht in den Saal. Er zog einen Fuß nach, sein Bein war mit einer schweren Kette gesichert. Der Angeklagte schaute kurz in den Saal, setzte sich dann neben seinen Anwalt.

Hussein K. wird beschuldigt, die Freiburger Medizinstudentin Maria L. (19) in der Nacht zum 16. Oktober 2016 vergewaltigt zu haben. Sie war auf dem Heimweg von einer Party. Nach der Gewalttat starb sie qualvoll im Fluss Dreisam.

Für die Staatsanwaltschaft ist klar: Das war Mord und Vergewaltigung!

► Hussein K. sprach leise und schaute immer wieder nach unten, er wirkte abwesend. Der Grund: Er war voll mit „Tavor“, ein beruhigendes und angstlösendes Arzneimittel. Alles, was er sagte, wurde von einem Dolmetscher übersetzt – K. spricht zu schlecht Deutsch.

Hussein K. erzählte fast vier Stunden lang detailliert aus seinem Leben. „Ich leide unter psychischen Problemen.“ Er habe inneren Stress gehabt, der unter anderem mit Erlebnissen in seinem Heimatland zusammenhänge. Er sagte auch, dass er aus Afghanistan stamme. Ob das stimmt, ist unklar.

Zweifel an wahrer Identität des Angeklagten

Wer der Mann auf der Anklagebank wirklich ist, konnte nicht zweifelsfrei geklärt werden.

Hussein K. behauptete, aus Afghanistan zu stammen. Die Ermittler haben jedoch Hinweise, dass er im Iran aufgewachsen ist. Er selbst behauptete außerdem, dass er zur Tatzeit erst 17 Jahre alt war. Ein Zahngutachten ergab dagegen, dass er mindestens 22 sein muss. Papiere mit Geburtsdatum oder Angaben zur Herkunft gibt es aber nicht.

Dann jammerte K.: „Ich leide unter Albträumen und Schlafschwierigkeiten.“ Er habe deshalb regelmäßig Drogen und Alkohol eingenommen. Seine Gastfamilie habe davon aber nichts mitbekommen. Welche traumatischen Erlebnisse ihm zu schaffen machen, sagte der Angeklagte allerdings nicht.

„Durch den Drogen- und Alkoholkonsum habe ich wenig Interesse gehabt, Deutsch zu lernen“, sagte K. vor Gericht. Erst in der Untersuchungshaft habe ihm ein Mithäftling die deutsche Sprache beigebracht. Über seine U-Haft sagte er außerdem: „Mein Leben im Gefängnis ist die Hölle. Das macht für mich keinen Unterschied.“

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit wurde über eine weitere Tat des Mannes in Griechenland (dort hat er eine Frau fast umgebracht, Anm.d.Red.) und über seinen Aufenthalt an einer Koranschule in Afghanistan gesprochen.

Warum das? Richterin Kathrin Schenk: „Es wäre sonst eine Bloßstellung des Angeklagten zu befürchten.“ In Afghanistan sei er angeblich von Taliban misshandelt worden. Oberstaatsanwalt Ekkart Berger: „Es soll dabei auch sexuelle Übergriffe gegeben haben.“

Die Verhandlung wird wegen der Unklarheiten zum Alter vor der Jugendkammer geführt. Der Angeklagte gab zu, in diesem Punkt gelogen zu haben: 

Andere Flüchtlinge haben mir gesagt, die Situation ist in Deutschland als Minderjähriger besser. Der Prozess und seine Lebensbeichte waren für Hussein K, wohl ziemlich anstrengend. Eigentlich sollte er nach den persönlichen Angaben Aussagen zur Tat machen. Doch dazu kam es nicht.

Gegen 15.10 Uhr sagte Hussein K.:

„Ich bin müde und möchte meinen Lebenslauf zu Ende erzählen. Ich fühle mich nicht dazu in der Lage, mit anderem weiterzumachen.“

Dem folgte das Gericht – die Verhandlung wurde unterbrochen.

Der Prozess wird am 11. September fortgesetzt. Dann geht es hauptsächlich um den Tatvorwurf – den Mord an Studentin Maria.

Quelle: http://www.bild.de/regional/stuttgart/prozess/marias-killer-vor-gericht-53109474.bild.html#fromWall

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