Frau abscheulich misshandelt: „Ich hätte sie auch köpfen können“

Unfassbare Tat vor Gericht: Eifersüchtiger Syrer fügte in Graz seiner Frau (19) mit erhitzten Metallgegenständen schwerste Brandverletzungen im Genitalbereich zu.

Fassungslose Gesichter im Gerichtssaal, als Staatsanwalt Oliver Krenn eine abscheuliche Gewalttat nachzeichnet: „Er versetzte seiner Frau zunächst Faustschläge und Tritte. Dann nahm er erhitzte Metallgegenstände wie einen Löffel und vier Messer, drückte ihr diese gegen Hals und Oberschenkel. Schließlich führte er dem Opfer einen erhitzten Schraubenzieher vaginal und anal ein – das Opfer erlitt Verbrennungen zweiten und dritten Grades.“

Der beschuldigte Syrer (23) folgt der Anklage gelassen. Sein Verteidiger spricht von einem „furchtbaren Verbrechen“. Schuld daran seien die krankhafte Eifersucht seines Mandanten und ein Medikamenten- und Alkoholcocktail, der in der Tatnacht im Jänner in Graz Gösting „plötzlich hochging“.

„Was haben sie denn vor der Tat genommen?“, erkundigt sich Richterin Barbara Schwarz über den erwähnten Cocktail. „Irgendwelche psychischen Tabletten, Bier, Marihuana und Kokain“, sagt der Beschuldigte am Straflandesgericht. Vor der Tat hat es eine Auseinandersetzung mit seinen vermeintlichen Nebenbuhlern gegeben. Als er von seinen Freunden nach Hause zurückkehrte, ging es los. „Ich hatte keine Kontrolle über mich. Schreie, Schreie, Schreie – dann weiß ich nichts mehr“, blockt er die Fragen ab.

Erhitzte Gegenstände

Dabei eröffnete er noch zu Prozessbeginn, voll inhaltlich geständig zu sein. „Dass Sie nichts wissen, ist jetzt neu. Das ist kein Geständnis“, erklärt ihm die Richterin, die wissen möchte, ob er aus Rache gehandelt habe. Der Syrer macht wieder eine Kehrtwende: „Ja, doch, ich weiß was ich getan habe. Ich habe sie geschlagen. Ich habe ihr die Haare abgeschnitten. Das mit den erhitzen Gegenständen stimmt auch.“ Und die Verletzungen im Intimbereich? „Das ist richtig, ich habe sie verbrannt. Ich habe Fantasien gehabt, dass sie mich betrügt.“

Gutachter Manfred Walzl erinnert den Angeklagten an dessen während der Untersuchungen getätigten Aussagen, zitiert den 23-Jährigen:

„Wenn sie Sex mit einem anderen hat, habe ich das Recht, das zu machen. Was ich gemacht habe, ist ganz normal bei uns in Syrien. Ich hätte sie auch köpfen können.“

„Das stimmt, das habe ich gesagt. Aber unter Einfluss der Tabletten“, bemerkt der Angeklagte nun dazu. Heute bereue er die Tat.

Das Opfer selbst, schwer gezeichnet, entschlägt sich der Aussage. Die Frau will aber loswerden, dass sie ihrem Mann verziehen habe. Es wird vertagt.

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/gericht/5274069/Syrer-vor-Gericht_Frau-abscheulich-misshandelt_Ich-haette-sie

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.