Sexuelle Belästigung beim Hock: Täter bereits ermittelt

Die Geislinger Polizei klärt drei Fälle von sexueller Belästigung durch Asylbewerber auf. Die Bilanz während des Hock-Wochenendes fällt insgesamt positiv aus.

Die Polizei registrierte beim Geislinger Hock und beim Tag der Jugend am Wochenende insgesamt acht Straftaten:

zwei Körperverletzungen,

drei sexuelle Belästigungen,

zwei Sachbeschädigungen und einen Diebstahl.

Zu den sexuellen Belästigungen nannte die Pressestelle des Polizeipräsidiums Ulm am Montag folgende Details:

Ein 27-jähriger Afghane und ein 32-jähriger ­Pakistani hätten beim Hock drei Frauen im Alter von 16, 18 und 19 Jahren unsittlich berührt. Zeugen hätten die Vorfälle beobachtet, die Männer festgehalten und die Polizei alarmiert. Die beiden Asylbewerber erwarteten nun Strafanzeigen.

Der Leiter des Geislinger Polizeireviers, Jens Rügner, lobte das Verhalten der Zeugen: Diese hätten richtig gehandelt, indem sie eingeschritten seien und die Polizei zu Hilfe riefen. Leider komme es bei Veranstaltungen dieser Größe, mit einer Vielzahl von Menschen und unter Alkoholeinfluss immer wieder zu solchen Vorfällen, sagte Rügner gegenüber unserer Zeitung. Das sei auch in den Vorjahren schon so gewesen. In der Vergangenheit habe es aber keine gesonderte Statistik für Straftaten während des Hocks gegeben, weshalb ein Vergleich nicht möglich sei.

Nach Rügners Beobachtung ist während der vergangenen Monate das Bewusstsein und die Bereitschaft in der Gesellschaft gestiegen, sexuelle Belästigungen – angefangen mit Grapschereien – anzuzeigen. Es sei völlig richtig, dass Frauen klar machten, dass schon ein Griff an den Po ein unangemessener Eingriff in die Privatsphäre sei, so Rügner.

„Auch wenn jede Tat eine zu viel ist, können wir insgesamt doch eine sehr positive Bilanz der Festtage ziehen“, erklärte der Revierleiter. Im Vergleich zu anderen Veranstaltungen dieser Größe seien wenige Straftaten registriert worden. Zudem sei es der Polizei bereits gelungen, drei Täter zu ermitteln. Das Sicherheitskonzept der Polizei habe sich bewährt: Indem mehr Polizisten als in den Vorjahren auf dem Hock und beim Tag der Jugend präsent gewesen seien, habe man oft schon deeskalierend wirken können – „die Leute haben gemerkt, dass sie keine Angst haben müssen und dass die Polizei sich sofort allem angenommen hat“.

Quelle: http://www.swp.de/goeppingen/lokales/polizeibericht/sexuelle-belaestigung-beim-hock_-taeter-bereits-ermittelt-15479244.html

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