Zwei Festnahmen nach Vergewaltigung

Zwei Verdächtige sind Donnerstagfrüh von der Polizei in Zusammenhang mit einer Vergewaltigung einer 18-jährigen Maturantin in Linz am 9. Juni festgenommen worden. Die beiden Männer sind nicht geständig.

Der 17-jährige Asylwerber aus Afghanistan und der 27-jährige Österreicher werden verdächtigt, am 9. Juni gegen 4.00 Uhr die Maturantin in der Linzer Innenstadt in ein Kellerabteil gezerrt und dort vergewaltigt zu haben.

„Hieb- und stichfeste Beweislage“

Die beiden Verdächtigen seien bereits wegen Drogendelikten vor Gericht gestanden, der Afghane lebte als unbegleiteter Flüchtling seit 2016 in einer betreuten Einrichtung. „Am Donnerstag gegen 7.00 Uhr wurden er und sein Komplize an ihren Wohnadressen in Linz festgenommen,“ führte Stadtpolizeikommandant Karl Pogutter am Mittag in einer PressekonferenzPogutter aus. Die Verdächtigen legten vorerst kein Geständnis ab. Landespolizeidirektor Andreas Pilsl sprach aber von einer „hieb- und stichfesten Beweislage“.

18-Jährige in Keller gedrängt

Die 18-Jährige soll am 9. Juni in den frühen Morgenstunden von den zwei Männern angesprochen worden sein, als sie gerade auf dem Weg zu einer Tankstelle war. Danach drückten sie ihr einen Gegenstand in den Rücken, von dem sie befürchtete, es könnte sich um eine Schusswaffe handeln. Die Männer zwangen ihr eingeschüchtertes Opfer, mit ihnen in den Keller eines Hauses in der Dinghoferstraße zu gehen. Dort vergewaltigten sie die Maturantin, raubten ihr noch Handy und Geldbörse und flüchteten.

Die junge Frau blieb körperlich unverletzt, psychisch habe ihr der Übergriff aber sehr zugesetzt. So wurde sie am Donnerstag auch erst über die Festnahme der Verdächtigen informiert. Dies habe sie so aufgewühlt, dass ihr noch keine Fotos von den Männern gezeigt wurden, berichtete Pogutter.

Opfer konnte Haus nicht beschreiben

Der Stadtpolizeikommandant rechtfertigte nochmals die verzögerte Öffentlichkeitsarbeit zu Beginn des Falls. Die Exekutive hatte erst mehr als eine Woche nach dem Überfall darüber informiert. Das Opfer habe zwar das Kellerabteil exakt beschreiben, allerdings nicht sagen können, in welchem Haus es sich befand. Zudem wollte man erst noch diverse private Videoaufzeichnungen auswerten. Hätte man direkt nach dem sexuellen Übergriff den Vorfall publik gemacht, hätte man möglicherweise die Täter gewarnt, erläuterte Pogutter das ermittlungstaktische Vorgehen.

DNA-Spuren und Videoaufzeichnungen

Letztendlich haben Videoaufzeichnungen und der Abgleich von DNA-Spuren am Tatort mit der Datenbank die mutmaßlichen Täter überführt. Ob über sie die U-Haft verhängt wird, war Donnerstagnachmittag noch nicht entschieden. Die Einvernahmen dauerten an.

Quelle: http://ooe.orf.at/news/stories/2851928/

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