Mörder von Melissa (27) hat laut Anwalt Verfolgungswahn

Laut seinem Anwalt fühle sich der Syrer seit „Monaten verfolgt und beobachtet“. Aus diesem Grund trug Mullham D. immer ein Messer im Ärmel. Ob er sich von der jungen Frau verfolgt fühlte, der er auf dem Nachhauseweg auflauerte und die er mit 18 Messerstichen tötete, ob er sich von seinem besten Freund verfolgt fühlte, den er im Streit ebenfalls tötete? Die Ermittlungen laufen …

2014 flüchtete Mullham D. aus Damaskus. Der heute 25-Jährige begann 2015 an der Uni Hannover ein Studium der Elektrotechnik und hatte damit gute Chancen, in Deutschland zu starten. Doch nach nur drei Semestern brach er ab.

Verfolgt

Karfreitag, 15. April 2017: Die Pharmazeutisch-Technische Assistentin Melissa S. (27) besucht ihre Freundin im Stadtbezirk Linden-Limmer. Anschließend fährt sie mit der Stadtbahn nach Hause. Auch Mullham D., der syrische Student, sitzt in dieser Bahn.

Gegen 22.33 Uhr steigt die zierliche, nur 1,50 Meter große junge Frau mit den langen blonden Haaren an der Schlägerstraße aus, berichtet die „Bild“.

Er folgte der Frau gezielt nach draußen!“

(Thomas Klinge, Oberstaatsanwalt)

Blutrausch

Etwa 150 Meter vor ihrer Haustür schlägt der Täter zu: Mullham D. zieht sein Messer, sticht wie von Sinnen auf sein Opfer ein – 18 Mal.

„Ein lauter Schrei gellte durch die Adelheidstraße in Hannover. Der verzweifelte Hilfeschrei einer jungen Frau. Ein leises Wimmern, dann Stille“, schildert die „Bild“ das grausige Szenario der Nacht.

Ich dachte erst, das kommt aus dem Fernseher. Da lief gerade ein Krimi. Dann drehte ich leiser, bin nach draußen mit meiner Frau.“

(Anwohner der Adelheidstraße)

Auf dem Gehweg findet er die in ihrem Blut liegende 27-Jährige. Sie lebt noch …

Sie blutete stark, ihre Augen waren weit geöffnet, blickten mich an. Ich habe versucht, mit ihr zu sprechen: ,Hallo, hallo!‘. Sie wollte noch etwas sagen, schaffte es aber nicht mehr…“

(Augenzeuge)

Ein anderer Nachbar reanimiert die junge Frau. Der Notarzt trifft ein. Die Rettungskräfte bringen Melissa ins Krankenhaus. Kurz darauf stirbt sie.

Am darauffolgenden Dienstagabend nimmt die Polizei in Hannover den 25-jährigen Syrer Mullham D. im Studentenwohnheim fest. Doch zuvor tötete er noch jemand.

Besten Freund getötet

Wenige Tage nach dem Mord an Melissa und bevor die Polizei ihn schnappte, stritt sich Mullham D. mit seinem besten Freund Yahia A. (23). Vielleicht ging es um den Mord. Mullham wollte offenbar nach Syrien zurück, wie er später der Polizei offenbarte.

Laut den Ermittlungen waren zu Anfang drei Personen in der Wohnung im Stadtteil Kleefeld, Mullham, Yahia und eine weitere Person. Es kam zu einem plötzlichen Streit. Yahia und Mullham gingen nach draußen. Dort kam es dann zur tödlichen Messer-Attacke, so „Bild“.

Kurz darauf fand ein Zeuge (44) den Landsmann von Mullham mit Stichverletzungen in der Grünanlage. Auch diesem Opfer konnte nicht mehr geholfen werden. Der 23-jährige Syrer verstarb im Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen. Mullham D. flüchtete zu Fuß, wurde aber wenig später von der Polizei in seiner Wohnung verhaftet.

Dort fand man auch die Kleidung, die er am Karfreitag trug, als er Melissa ermordet hatte.

Er fühlte sich „seit Monaten verfolgt“

Polizeipräsident Volker Kluwe ist erleichtert: „Insbesondere vor dem Hintergrund der starken Verunsicherung in der Bevölkerung bin ich erleichtert und freue mich, dass die seit Samstagabend unermüdlichen Ermittlungen zu so einem schnellen Erfolg geführt haben.“

Doch wie kam es dazu, dass der syrische Student derart durchdrehte?

Der Anwalt des mutmaßlichen Doppel-Mörders hat eine Erklärung parat:

Mein Mandant ist im psychisch desolaten Zustand, fühlt sich seit Monaten verfolgt und beobachtet.“

(Jörg Salzwedel, Rechtsanwalt)

Deswegen habe Mullham D. auch immer ein Messer im Ärmel getragen.

Quelle: http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/hannover-moerder-von-melissa-27-macht-auf-der-irre-mit-verfolgungswahn-syrischer-student-toetete-auch-seinen-besten-freund-a2104464.html

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