Flüchtling will Frau auf Nachhauseweg vergewaltigen

Ein 22-jähriger kosovarischer Asylbewerber soll laut Pressemitteilung der Polizei in der Nacht zu Heiligabend in Nagold versucht haben, eine 22-Jährige auf dem Nachhauseweg zu vergewaltigen.

Die junge Frau war gegen 2.30 Uhr zu Fuß auf der Lange Straße unterwegs, und bemerkte, dass der Mann zunächst an ihr vorbeiging. Als sie den Weg nach links über die Brücke zur Rohrdorfer Steige einschlug, fiel ihr auf, dass der Unbekannte sie verfolgte.

Da ihr die Situation nicht geheuer war, verständigte sie vorsichtshalber über Handy ihren Bruder. Plötzlich griff der Tatverdächtige die Frau an und bedrängte sie. Obwohl sie sich zur Wehr setzte, ließ der Mann nicht von ihr ab, schlug ihr ins Gesicht und griff sie weiterhin massiv an.

Schließlich fiel das Opfer auf den Boden, wobei sich der Tatverdächtige auf sie setzte und versuchte, ihr die Hose herunterzureißen. Als der Angreifer bereits seine Hose geöffnet hatte, eilten der 25-jährige Bruder der jungen Frau und dessen Freunde zu Hilfe. Es kam zur Rangelei zwischen den Männern in deren Folge der Tatverdächtige den Bruder in den Unterarm biss und dessen Freund ins Gesicht trat.

Beamte des Polizeireviers Nagold, die zuvor verständigt wurden, konnten den Tatverdächtigen festnehmen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Tübingen wurde der 22-Jährige einem Richter vorgeführt, der Haftbefehl erließ.

Nach Angaben des Polizeipräsidiums Karlsruhe war dies die erste versuchte Vergewaltigung auf offener Straße in Nagold seit Jahren. Bei allen anderen angezeigten Vergewaltigungen in jüngster Vergangenheit  – die Zahl lag zwischen drei und fünf pro Jahr – standen Täter und Opfer in einer persönlichen Beziehung zueinander.

Die Frau in Nagold wurde offenbar rein zufällig zum Opfer der versuchten Vergewaltigung. Sie und der mutmaßliche Täter kannten sich nicht.  Hinzu kommt, dass der 22-Jährige Mann nicht im Raum Nagold wohnt und an diesem Abend nur einen Freund in Nagold besuchte.

Nach Informationen aus Ermittlerkreisen war  der jetzt in Haft sitzende Mann schon vorher polizeibekannt. Er war demnach dadurch aufgefallen, dass er Frauen verbal sexuell beleidigt hatte. Die Attacken gegen die Frauen hätten sich bis dahin auf die Sprache beschränkt, teilte Sabine Doll, Sprecherin des Polizeipräsidiums Karlsruhe auf Anfrage unserer Zeitung mit. Respekt und Lob zollte die Polizeibeamte dem 22-jährigen Opfer. »Sie hat wirklich gut auf die Situation reagiert«, sagte Doll und dadurch wahrscheinlich Schlimmeres verhindert.

Damit taucht in Nagold zum zweiten Mal binnen kurzer Zeit im Zusammenhang mit Flüchtlingen oder Asylbewerbern der Tatverdacht der Vergewaltigung  auf. Anfang November hatten Staatsanwaltschaft und Polizei Haftbefehle gegen sieben afghanische Asylbewerber erhoben. Der Tatvorwurf damals: Sie sollen einen 17-jährigen iranischen Asylbewerber vergewaltigt haben. Allerdings wurden die Männer vom Amtsgericht Tübingen mangels dringenden Tatverdachts wieder auf freien Fuß gesetzt.

Quelle: Schwarzwaelder Bote

Foto: Shutterstock/Couperfield

 

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