Dieser Sex-Täter schlägt wieder zu und vergewaltigt Mädchen

Die Polizei ermittelt nach einem furchtbaren Verbrechen: Ein Mann (48) soll vor einer Woche eine fast 14-Jährige in Zwota vergewaltigt haben. Der mutmaßliche Täter Thomas S. kam in U-Haft.

salomon-e15d8d82Jetzt wird klar: Der Mann ist ein verurteilter Massenvergewaltiger! Er saß über Jahre in der Psychiatrie und war 2014 als „geheilt“ entlassen worden.

Der Lebenslauf von Thomas S., der nach einer Heirat in der Psychiatrie seinen alten Nachnamen K. abgelegt hatte, ist der reinste Horror: Schon als Jugendlicher vergewaltigte er Frauen und Kinder, wurde deshalb zwei Mal zu Jugendstrafen verurteilt, 1989 zur Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus.

Dort, in Göttingen, bekam Thomas K. Vollzugserleichterungen. Er nutzte Freigänge zu neuen Vergewaltigungen, Freiheitsberaubung, räuberischer Erpressung. Er zwang Mädchen mit Pistolen oder Messern zum Sex, vergewaltigte sie in geklauten Autos.

Thomas K. gestand die Taten. 1996 verurteilte das Landgericht Hildesheim den Gewaltverbrecher laut Bericht in der örtlichen Tageszeitung zu 13 Jahren Haft und zur Unterbringung im psychiatrischen Krankenhaus Moringen.

Wie MOPO24 aus gut unterrichteter Quelle erfuhr, sollen Psychiater in Moringen zwei positive Gutachten über Thomas S. erstellt haben, woraufhin er Ende 2014 freigelassen wurde. Heinke Traeger (44), Sprecherin des Sozialministeriums Niedersachsen: „Die Strafvollstreckungskammer am Landgericht Göttingen hob die Unterbringung von S. unter der Auflage auf, sich regelmäßig bei der Bewährungsaufsicht in Bayern zu melden.“

Schon 1996 hatten Gutachter in Hildesheim den behandelnden Ärzten von Thomas K. „eine katastrophale Fehleinschätzung“ seiner „Gewaltfantasien“ bescheinigt. Offenbar wiederholte sich dieser Fehler jetzt – und ein Mädchen aus dem Raum Zwota musste darunter leiden.

Rechtsanwältin Doris Morawe (64) war 1996 als Vertreterin einer Nebenklägerin beim Prozess gegen Thomas K. dabei. Sie sagt: „Wahnsinn! Der hätte nie wieder in Freiheit gedurft.“

Sie ist sich sicher: „Ohne die Fehleinschätzung der Psychiater in Moringen könnte das Mädchen im Vogtland weiterhin unbeschadet leben“.

Im Internet gesucht, im Auto geschändet

Nach dem Sex-Verbrechen an einer knapp 14-Jährigen in Zwota ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Vergewaltigung.

Nach MOPO24-Informationen lief das Verbrechen so ab: Thomas S. (48) soll sich nach seiner Entlassung aus der Psychiatrie seine Opfer im Internet gesucht und mit dem Mädchen aus dem Raum Zwota für den 21.  Juni verabredet haben.

Beim Treffen hat er sie vermutlich gezwungen, in den Kofferraum seines Chevrolet zu steigen – dann fuhr er zum Hüttenbachweg. Dort habe sich das Mädchen auf dem Rücksitz ausziehen müssen und soll dann vergewaltigt worden sein. Kurz darauf entdeckten Bundespolizisten die beiden – die Eltern hatten das Mädchen als vermisst gemeldet.

Lieber Leser,

normalerweise sind Sie es gewohnt, dass Straftäter von uns einen schwarzen Balken über die Augen bekommen. Dieser soll sie unkenntlich machen. So wird Ihnen Anonymität und dadurch auch nach Abgelten der Strafe ein normales Leben ermöglicht. In diesem Fall aber verzichten wir bewusst darauf. Wer über Jahrzehnte hinweg schutzlose Frauen und Kinder missbraucht, der verdient keinen Schutz. Nur vor ihm gilt es zu schützen. Und dazu muss man ihn erkennen. Deutlich.

Ihre MOPO24

Quelle: https://mopo24.de/nachrichten/zwota-sex-taeter-vergewaltigt-maedchen-70723

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