Sex-Plakate der BZgA stoppen!

Nackte Comic-Figuren in verschiedenen Sex-Posen und Konstellationen hängen seit einigen Wochen deutschlandweit an über 65.000 Plakatwänden. Die 4 Mio. Euro teure Kampagne „Liebesleben“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ist Teil der aktuellen Strategie der Bundesregierung zur Eindämmung von HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten, die das Bundeskabinett am 6. April 2016 verabschiedet hat.

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Mit Bildern von Homo- und Heteropärchen bei sexuellen Handlungen und Slogans wie „Egal worauf ihr steht, benutzt Kondome“, „Brennt´s im Schritt“ oder „Dein Ex juckt Dich noch immer?“ setzt die BZgA weiter auf einen „offenen Umgang mit Sexualität“. Die Comic-Motive sollen die „bunte Vielfalt von Sexualität widerspiegeln“ und „sexuell übertragbare Krankheiten enttabuisieren“.

Viele Eltern sind entsetzt über die freizügigen Darstellungen und zweideutigen Sprüche auf den Plakaten, denen sie u.a. vor Schulen, Kindergärten und Spielplätzen tagtäglich mit ihren Kindern begegnen. Gerade weil es sich dabei um Cartoons handelt, können sich Kinder dem nur schwer entziehen. De facto propagiert die Kampagne genau das promiskuitive Verhalten, welches eine der Hauptursachen für kaputte Familienbeziehungen und sexuell übertragbare Krankheiten ist.

Bitte unterzeichnen Sie die Petition an Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (jede Unterzeichnung löst eine persönliche E-Mail an ihn aus) und fordern Sie ihn damit auf, diese schamverletzende Kampagne unverzüglich zu beenden und künftige Kampagnen vor Veröffentlichung dahingehend gründlich zu prüfen, ob sie für unsere Kinder keine Gefährdung darstellen. Bitte setzen Sie beim Unterzeichnen das Häkchen, damit wir Sie über diese Aktion weiter informieren können.

Bei der Vorstellung der Kampagne „Liebesleben“ hat Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU), in dessen Zuständigkeit die Arbeit der BZgA fällt, deren unermüdliche Aufklärungsarbeit gelobt und gefordert, bei diesen Anstrengungen nicht nachzulassen. Die ehemalige Bundesgesundheitsministerin Prof. Dr. Rita Süssmuth zeigte sich „überzeugt, dass die neue Kampagne die Menschen erreichen wird“. Unterstützt wird die Kampagne vom Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV).

Deutliche Kritik an der Kampagne äußerte jetzt der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Sozialwissenschaftliche Sexualforschung, Dr. Jakob Pastötter: „Die Gefühls- und Gedankenwelt der Kinder reagiert auf solche Bilder. (…) Solche Bilder wecken die Fantasie der Kinder und regen zum Nachspielen an“. Darüber hinaus werde Sex als „bedeutungsloser, leicht zu konsumierender Spaß dargestellt, an dessen mögliche Konsequenzen man dank Kondomen keinen Gedanken mehr verschwenden muss. Dabei gibt es auch sexuell übertragbare Krankheiten, vor denen Kondome nicht 100% schützen – damit wird eine falsche Sicherheit suggeriert“.

Inzwischen wurde wegen Verbreitung pornographischer Schriften an Minderjährige gegen die BZgA Strafanzeige gestellt.

Wie das Medienmagazin Pro berichtete, sind beim Deutschen Werberat in Berlin inzwischen 17 Beschwerden gegen die Plakate eingegangen, „ungewöhnlich viele, wie eine Sprecherin gegenüber Pro mitteilte“. Werbekampagnen des Bundes fallen allerdings gar nicht in die Zuständigkeit des deutschen Werberates. Er kann hier nicht tätig werden.

Umso wichtiger ist es deshalb, dass sich viele tausend Menschen an dieser Petition beteiligen. Die Kampagne „Liebesleben“ verletzt die Intimsphäre der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen, missachtet den Kinder-und Jugendschutz und untergräbt das grundgesetzlich garantierte Erziehungsrecht der Eltern. 

Deshalb: Unterzeichnen Sie jetzt gleich die Online-Petition an Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. Als Gesundheitsminister sollten ihm die seelische Gesundheit und der Schutz unserer Kinder vor Sexualisierung ebenso am Herzen liegen, wie der Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten.

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